In Korneuburg entflohener Häftling: Fahndung läuft
Nach dem am Donnerstag in Korneuburg geflüchteten Strafgefangenen wird nun polizeilich gefahndet. Unmittelbar nach seiner Flucht sei großräumig nach dem 23-Jährigen gesucht worden, sagte Peter Prechtl von der Vollzugsdirektion am Samstag zur APA. Diese Suche sei mittlerweile eingestellt worden und der Mann zur Verhaftung ausgeschrieben.
Was genau getan werde, um den entflohenen Strafgefangenen zu finden, wisse er nicht, aber "die Polizei hat da ihre Methoden". Der Rumäne war wegen Einbruchsdelikten zu zwei Jahren Haft verurteilt worden und hätte seine Strafe im kommenden September abgesessen gehabt. Am Donnerstag am frühen Nachmittag musste er wegen einer Beglaubigung aufs Bezirksgericht, dessen Eingang nur wenige Meter neben der Justizanstalt liegt. Weil der Häftling bis dahin sehr unauffällig gewesen war, habe ihn nur ein Beamter begleitet und es waren auch keine Handschellen angelegt, so Prechtl.
Beim Gang zurück in die Haftanstalt habe der 23-Jährige dem Justizwachebeamten jedoch plötzlich einen Stoß versetzt und sei in Richtung Donau davongelaufen. Der Beamte hatte zunächst noch versucht, ihn einzuholen und dann einen Alarmschuss abgegeben. Der Mann sei aber trotzdem weitergelaufen und auch entkommen.
Beim Vorfall vom Donnerstag spreche man von einer "klassische Flucht", so etwas komme aber nicht sehr häufig vor. Noch viel seltener seien Ausbrüche direkt aus der Anstalt wie im vergangenen Herbst in Hirtenberg, erläuterte Prechtl. Damals waren vier Häftlinge entkommen, die aber später alle wieder gefasst wurden. Noch am häufigsten würden sogenannte "Entweichungen" auftreten, erklärte er. Dies sei der Fall, wenn Freigänger nicht mehr oder nicht rechtzeitig von einem Ausgang zurückkehren. Zahlen konnte er aber keine nennen.










