Wohnungsprostitution löst Straßenstrich ab
Beamte des Kriminalreferates des Stadtpolizeikommandos Klagenfurt mittelten im Stadtgebiet von Klagenfurt zehn Wohnungen aus, in denen Prostitution offeriert worden ist. Zwölf Frauen wurden angezeigt.

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Sie empfangen täglich fünf bis zehn Freier, haben fast alle den "Deckel", das amtliche Gesundheitszeugnis, und arbeiten ohne Zuhälter. "Der Straßenstrich hat sich zu hundert Prozent in Wohnungen verlagert", sagt Richard Pickl, seit mehr als 20 Jahren Rotlichtfahnder beim operativen Kriminaldienst des Stadtpolizeikommandos.
Mit seiner Kollegin Gabriele Sonnleitner hat Pickel in den letzten Wochen zum wiederholten Mal eine "Aktion scharf" gegen die boomende illegale Wohnungsprostitution geführt. "Wir konnten zehn Wohnungen lokalisieren. zwölf Frauen, alle Inländerinnen, werden angezeigt", sagt der Kriminalist. Was auffällt: Dreist und ohne Angst, aufgedeckt zu werden, bewerben die Prositituierten ihre Dienste in Inseraten und im Internet. Pickl: "Mitbewohner in Häusern, in denen Illegale arbeiten, schauen aus welchen Gründen auch immer weg. Wir bekommen so gut wie keine Hinweise." Zur Diskussionen über eine Novelle des Prostitutionsgesetzes wünscht sich Pickl, dass die Erfahrung der Fahnder in den politischen Prozess stärker eingebunden wird.










