Staatsanwaltschaft durchsuchte Wulff-Haus
Das Haus des zurückgetretenen deutschen Bundespräsidenten im niedersächsischen Großburgwedel war Ziel einer "Hausdurchsuchung", auch wenn diese offiziell nicht so benannt wurde. Gegen Wulff wird wegen Verdachts auf Vorteilsannahme ermittelt.

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Im Rahmen der Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme gegen den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff haben Polizeibeamte am Freitag das Privathaus der Familie Wulff sowie Büroräume und die Privatwohnung des Filmunternehmers David Groenewold durchsucht. Wie die Polizei sowie die Anwältin Groenewolds am Freitag mitteilten, erfolgten die Aktionen im Einvernehmen mit den Betroffenen.
Ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in Hannover bestätigte auf Anfrage, dass sich Ermittler im Wohnhaus der Wulffs in Großburgwedel aufgehalten hätten. Nähere Einzelheiten wurden aber nicht mitgeteilt. Auch wollte das LKA ausdrücklich nicht von einer Hausdurchsuchung sprechen.
"Es war kein gerichtlicher Beschluss nötig", sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Lendeckel der Hannoverschen "Neuen Presse". Wulff habe sich sehr "kooperativ" verhalten und den Einlass gestattet. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe) wurden bei der Aktion Computer samt Festplatten sichergestellt.
Der Filmunternehmer Groenewold hatte bei mehreren Gelegenheiten Hotelaufenthalte des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff (CDU) bezahlt. Wulff will das Geld für zwei Ferienaufenthalte auf Sylt später aber bar beglichen haben.










