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Zuletzt aktualisiert: 27.02.2012 um 16:57 UhrKommentare

Waffenschmuggel-Prozess in Kairo vertagt

Foto © APA

In Kairo hat sich am Montag ein 32-jähriger Burgenländer, dem Waffenschmuggel vorgeworfen wird, vor dem Staatssicherheitsgericht verantworten müssen. Anders als geplant konnten aufgrund eines "bis jetzt nicht ganz nachvollziehbaren Missgeschicks des Anwalts von Herrn F." weder die Ehefrau von Hannes F. noch sein Verteidiger an der Verhandlung teilnehmen, erklärte das Außenministerium.

Lisa F. zeigte sich unmittelbar nach der Anhörung gegenüber der APA empört und sprach von einem "Desaster". Für den 32-jährigen Burgenländer, der sich mit einer Sicherheitsfirma selbstständig machen wollte, hatten am 2. November am Flughafen in Kairo die Handschellen geklickt. Er war für seinen ersten Auftrag, die Bewachung eines Schiffstransports, mit vier deklarierten Gewehren und 200 Schuss Munition im Gepäck eingereist und wurde festgenommen. Seither befand er sich in Untersuchungshaft. Dem Verdächtigen werden sieben sowohl straf- als auch zollrechtliche Anklagepunkte vorgeworfen.

Neben F. sind auch ein deutscher Kollege, der am 2. November mit ihm nach Ägypten gereist war, sowie zwei ägyptische Staatsbürger angeklagt. Einer der beiden Ägypter ist frei, der zweite befand sich ebenfalls in Untersuchungshaft. Dessen Anwälte haben am Montag die Vertagung beantragt. "Auch wenn der Anwalt von Herrn F. dabei gewesen wäre, wäre es prozedural vermutlich genauso gelaufen", sagte Außenministeriums-Sprecher Launsky-Tieffenthal. Der Prozess wurde auf 25. März vertagt.

Lisa F. schilderte im Gespräch unmittelbar nach der Anhörung die Situation in Kairo so: "Wir (sie und ein Rechtsanwaltsassistent, Anm.) sind in der Früh zum Gericht gefahren. Dann hieß es eben, dass die Verhandlung auf 14.00 Uhr verschoben wird. Wir sind dann drei Stunden in der Cafeteria gesessen, bis der Anruf von der Botschaft kam, wo wir denn sind, es ist schon alles vorbei", so die aufgebrachte Ehefrau.

Für den Burgenländer verlief der Tag alles andere als gut. "Natürlich hat ihm der moralische Beistand seiner Frau gefehlt", sagte Launsky-Tieffenthal. Für Dienstag sei ein Besuch des Botschafters, des Konsuls und Lisa F. bei Hannes F. geplant, "um ihm das alles zu erklären".

Quelle: APA

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