Zahl der Toten in Buenos Aires gestiegen

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Nach dem schweren Zugsunglück in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. Dies teilten die Behörden nach übereinstimmenden Medienberichten in der Nacht zum Donnerstag mit. Zuvor lag die Zahl der Toten bei 49. Mehr als 650 Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden, hieß es. Die Behörden befürchten unterdessen, dass noch mehr Menschen sterben.
Ein Nahverkehrszug war Mittwochfrüh in den Vorortbahnhof Once eingefahren und vermutlich aufgrund eines Defekts der Bremsen gegen einen Prellbock geprallt. In dem Zug waren zur morgendlichen Hauptverkehrszeit über 1.000 Pendler unterwegs gewesen. Wie es zu der Tragödie kommen konnte, darüber gibt derzeit nur Spekulationen.
Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi teilte erste Fakten mit. Danach war der Zug 1.000 Meter vor dem Aufprall noch 47 Stundenkilometer schnell, wie Daten des Satelliten-Systems GPS belegten. Dann verlangsamte der 28-jährige Zugführer die Geschwindigkeit auf 39 km/h. Dann weiter auf 37, 26 und 20 Stundenkilometer. "Das waren die gewöhnlichen Geschwindigkeiten", sagte Schiavi. "Aber wir wissen nicht, was auf den letzten 40 Metern passiert ist. Der Zug hat nicht gehalten."
Argentinien trägt Trauer. Nach einem der schlimmsten Bahnunglücke in der Geschichte des Landes wurden noch anstehende Karnevalsveranstaltungen in der Hauptstadt abgesagt. Präsidentin Cristina Kirchner zeigte sich erschüttert und ordnete zwei Tage Staatstrauer an. Die Fahnen hängen auf Halbmast. In die Trauer mischte sich aber auch Wut über das als veraltert geltende Bahnsystem, in das viel zu wenig investiert werde.











