Sterbehilfe in der Schweiz: Zahl der Freitode steigt
Die in der Schweiz legale Sterbehilfe hat 2011 deutlich zugenommen. Die Organisationen Exit und Dignitas begleiteten im Jahr 2011 465 Menschen in den Freitod. 111 Menschen mehr als noch 2010. Der Großteil der Betroffenen kam aus Deutschland. Der Altersdurchschnitt lag bei 76 Jahren.

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In der Schweiz sind 2011 erheblich mehr Menschen mit Unterstützung von Sterbehelfern in den Tod gegangen als in früheren Jahren. Darunter waren auch zwei Österreicher. Insgesamt halfen die Organisationen Exit und Dignitas nach am Montag vorgelegten Angaben im zurückliegenden Jahr 465 Menschen bei der Selbsttötung - 111 Menschen mehr als noch 2010.
Allein Exit begleitete nach eigenen Angaben 305 Menschen in den Freitod und damit 48 mehr als 2010. Die meisten hätten sterben wollen, weil sie an Krebs erkrankt gewesen seien, erklärte der Exit-Vizevorsitzende Bernhard Sutter.
Die Organisation Dignitas gab an, dass 72 der 160 Menschen, die sich mit ihrer Unterstützung 2011 töteten, ihren Hauptwohnsitz in Deutschland hatten. Sie stellten den größten Anteil vor Großbritannien mit 22. Aus der Schweiz waren elf Personen betroffen.
Bei Exit werde allein Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz Sterbehilfe geleistet, sagte Sutter der Nachrichtenagentur dpa. "Da die Deutschen aber in der Schweiz die größte Einwanderergruppe bilden, kann man davon ausgehen, dass einige dieser Menschen Deutsche waren."
Die allgemeine Zunahme von begleiteten Freitoden erklärte Sutter damit, dass die Menschen immer älter werden. "Das Durchschnittsalter der begleiteten Sterbenden war nochmals höher und lag vergangenes Jahr bei 76 Jahren."
In der Schweiz passive Sterbehilfe erlaubt, wenn damit keinerlei Gewinnstreben verbunden ist. Wähler im Kanton Zürich, wo die beiden Organisationen tätig sind, hatten im vorigen Jahr bei einer Volksabstimmung ein generelles Verbot der Sterbehilfe abgelehnt.











