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Zuletzt aktualisiert: 17.02.2012 um 17:20 UhrKommentare

Klagenfurter von Kameraden aus Lawine geborgen

Bei Schitour im Salzburger Lungau trat Klagenfurter (55) Schneebrett los. Zwei Freunde gruben Verschütteten aus. Er erlitt leichte Prellungen.

Foto © Scheriau

Den 17. Februar kann ein Klagenfurter (55) künftig als zweiten Geburtstag feiern. Trotz erhöhter Lawinengefahr startete der Alpinist mit zwei Freunden 46 und 50 Jahre alt, ebenfalls aus Klagenfurt, Freitag gegen 9.30 Uhr in Zederhaus eine Schitour zum "Seeköpfl" in 2128 Meter Seehöhe. Gegen 13.00 Uhr fuhr das Trio in Richtung "Maureralm" ab. Plötzlich stand das Trio vor einer 35 bis 40 Grad steilen mit Tiefschnee beladenen Mulde. Gleich bei der Einfahrt in den Südost-Hang auf 1700 Meter Seehöhe löste der 55-Jährige, der als erstes losgefahren war, gegen 13.20 Uhr ein 20 Meter breites und 50 Meter lange Schneebrett aus, schilderte Balthasar Laireiter, Bezirksleiter der Lungauer Bergrettung.


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Der Tourengeher wurde mitgerissen und wollte noch seinen Lawinenairbag auslösen, was ihm aber nicht mehr gelang. Als die Schneemassen zum Stehen kamen steckte der Klagenfurter bis zur Brust fest. Er schrie um Hilfe. Seine Freunde alarmierten die Einsatzkräfte und gruben den Verschütteten aus. Dieser konnte trotz Rippenprellungen selbst zu Fuß ins Tal absteigen. Seine Ski waren von der Lawine begraben worden und unauffindbar.

In der Zwischenzeit hatten sich 35 Bergretter mit acht Hundeführern, fünf Alpinpolizisten sowie der Rettungshubschrauber "Martin 10" und ein Polizeihubschrauber auf den Weg zur Unglücksstelle gemacht. Als die ersten Bergretter mit einem Suchhund per Hubschrauber bei der Mulde ankamen, war der Verschüttete bereits geborgen. Er wurde ins Krankenhaus Tamsweg gebracht. Alle Tourengeher waren laut Alpinpolizei mit Lawinenverschüttetsuchgerät, Schaufel, Sonde und Lawinenairbag ausgerüstet.

Gefahr Triebschnee

Die Bergrettung warnt vor den gefährlichen Triebschnee-Einwehungen, die sich in den vergangenen Tagen aufgrund des starken Sturmes gebildet haben. Darunter befinde sich eine gefährliche Schwimmschneeschicht, auf der die vom Wind verfrachteten Schneemassen leicht abrutschen können, sagte Laireiter. Es wird derzeit dringend empfohlen, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen.

Die Lawinensituation werde sich nur langsam entspannen, so Experten. Die Triebschneeansammlungen sind "sehr störanfällig", bereits geringe Zusatzbelastung, also das Gewicht eines einzelnen Skifahrers. Am Donnerstag endeten wie berichtet Lawinenabgänge in Osttirol und in der Asten im Mölltal für zwei Tourengeher glimpflich.


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