Halsbrecherisch: Ungarin hing an Liftseil und stürzte ab
Weil eine Urlauberin aus Ungarn die letzte Bergfahrt verpasst hatte, kletterte sie während einer Betriebsfahrt in den abgesperrten Sessellift. Als der Lift stehen blieb, versuchte sie sich am Seil 70 Meter talwärts zu hanteln und stürzte ab.

Foto © Kanizaj
Unfassbarer Leichtsinn kostete einer 33-jährigen Büroangestellten aus Ungarn am Freitag fast das Leben. Die Frau, die mit ihrem Mann einen Urlaub auf dem Mölltaler Gletscher verbringt und in der Weißseehütte wohnt, muss - um zu ihrer Unterkunft zu gelangen - spätestens die letzte Auffahrt mit dem Schwarzkopflift um 16 Uhr machen.
Am Freitag war die Urlauberin eine gute Viertelstunde zu spät. Der Zustieg zum Lift war mit einem Gitter versperrt, auf die Einstellung des Betriebs wies eine Tafel hin. Doch die 33-Jährige ignorierte alle Verbote. Sie kletterte auf den Sessellift, der noch in Bewegung war, da der Liftwart gerade erst vom Tal bei der Bergstation angekommen war. Minuten später stand der Lift still. Die Ungarin befand sich in freiem, nicht einsehbarem Gelände.
Die Frau warf ihre Skier ab und versuchte in der Folge, sich über das Tragseil des Liftes talwärts zu hanteln. Dabei legte sie eine Strecke von rund 70 Metern zurück und überwand zwei nachgereihte Sessel. Danach stürzte sie rund 14 Meter in die Tiefe. Sie durchschlug eine Seilbrücke aus Maschendraht und fiel in eine Mulde.
Der Hüttenwirt veranlasste eine Suchaktion. Die Schwerverletzte kam ins Krankenhaus Samonigg in Spittal.











