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Zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 um 15:43 UhrKommentare

Klirrende Kälte fordert immer mehr Todesopfer

Foto © APA

Teile Europas versinken im Schnee, andere frieren bei rekordverdächtigen Tiefstwerten. Die bittere Kälte in Russland forderte mit Temperaturen bis zu minus 50 Grad Celsius bisher 110 Todesopfer. Die Minusgrade brachten die Schifffahrt europaweit nahezu zum Erliegen. Während Italien im Schnee versinkt, stellte Bulgarien wegen der Kälte den gesamten Stromexport ein.

Allein seit Anfang Februar seien in Russland mehr als 40 Kältetote entdeckt worden. Die russische Hauptstadt erlebt den strengsten Winter seit 70 Jahren. In Kliniken werden derzeit Hunderte wegen Erfrierungen behandelt.

Die Kaukasusrepublik Armenien schloss am Freitag wegen Schnees und Nebels vorübergehend alle internationalen Flughäfen. "Nichts geht mehr", sagte ein Sprecher der Behörden in der Hauptstadt Eriwan.

In der Ukraine gab das Gesundheitsministerium die Zahl der Toten weiter mit mindestens 135 an, auch hier waren die meisten Obdachlose. Mehr als 2.400 Kälteopfer liegen in Krankenhäusern. Mindestens 130.000 Frierende hätten die landesweit rund 3.400 Wärmepunkte aufgesucht und heiße Getränke und Essen bekommen, teilte die Regierung in Kiew mit.

Bulgarien hat wegen der extremen Winterkälte den gesamten Stromexport eingestellt. Der Exportstopp für andere Balkanländer begann in der Nacht auf Freitag. Grund dafür war der drastisch gestiegene Stromverbrauch und eine Panne in einem wichtigen Kraftwerk, sagte Energieminister Trajtscho Trajkow dem Staatsradio in Sofia. In dem Balkanland wurden am Freitag Temperaturen bis zu minus 14 Grad erwartet.

Überall in Europa sind Schiffe wegen der Eiseskälte blockiert. Am Freitag hat auch Ungarn die vereiste Donau komplett für den Schiffsverkehr gesperrt. Heftige Schneefälle machten Italien erneut zu schaffen und sorgten in mehreren Regionen am Freitagvormittag für erhebliche Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr. Schneefälle wurden auch in Süditalien, darunter in Kalabrien gemeldet. In Rom surden bis Samstag weiter heftige Schneefälle befürchtet, wie jene, die den Verkehr in der Hauptstadt vergangene Woche zum Erliegen gebracht haben.

Quelle: APA

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