Dominikanisches Flüchtlingsboot gekentert
Beim Kentern eines Bootes mit Wirtschaftsflüchtlingen aus der Dominikanischen Republik sind am Samstag vor der Küste des Karibikstaats mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Das mit bis zu 60 Migranten überfüllte Boot war in der Dunkelheit nahe der Stadt Nagua vermutlich in Richtung Puerto Rico aufgebrochen, wie Behördensprecher mitteilten.
In der Online-Ausgabe der dominikanischen Tageszeitung "Listin Diario" wurde die Zahl der Toten Sonntagfrüh mit zwölf angegeben. Zudem habe man 13 Überlebende verletzt geborgen, 39 Menschen würden noch vermisst. Rettungsteams des Katastrophenschutzes und Freiwillige suchten in der Samana-Bucht nach Zeichen von Überlebenden.
Überlebende berichteten, dass ihr Boot kenterte, nachdem es von hohen Wellen getroffen wurde. Die Marine der Dominikanischen Republik erfuhr nach eigenen Angaben erst nach Stunden von dem Unglück und leitete erst dann eine Rettungsaktion ein.
Tausende Dominikaner versuchen jedes Jahr, illegal in das US-Territorium Puerto Rico zu gelangen. Für die gefährliche Überfahrt werden oft seeuntüchtige Boote benützt.











