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    Zuletzt aktualisiert: 31.01.2012 um 20:53 UhrKommentare

    Harnoncourt:"Mehr Lärm durch Lärmschutzwand"

    Ungewöhnliche Beschwerden von Autobahnanrainern stellen die Asfinag vor ein Rätsel. Bewohner, unter ihnen Dirigent Nikolaus Harnoncourt, beklagen sich, dass der Lärm seit Errichtung der Lärmschutzwände vor fünf Jahren mehr geworden sei.

    Harnoncourt sieht sich als Lärmopfer

    Foto © Jürgen FuchsHarnoncourt sieht sich als Lärmopfer

    Kilometerlang reihen sich die Lärmschutzwände entlang der Westautobahn in Oberösterreich. Eine Wohltat für die Bewohner des Anrainerortes St. Georgen im Attergau?

    Nicht so ganz, will man jüngsten Berichten Glauben schenken. Bewohner beklagen sich sogar, dass der Lärm seit Errichtung der Wände vor fünf Jahren mehr geworden sei. "Jene Anrainer, die weiter weg wohnen, haben nun einen Nachteil, da der Schall nach oben geht", berichtet Bürgermeister Wilhelm Auzinger. Er sagt aber auch, dass jene, die näher an der Autobahn sind, nun weniger Lärm haben.

    Star-Dirigent Nikolaus Harnoncourt, der in St. Georgen einen Wohnsitz hat, hat es offenbar schlechter erwischt. Die Barrieren vor seinem Haus, sagte er den "Salzburger Nachrichten", machen den Autolärm lauter anstatt leiser.

    Die Wände, so Harnoncourt, wirken wie klingende Membrane, verstärken also den Lärm. Auch wenn diese Einschätzung von anderen Bewohnern des Ortes geteilt wird, hält die Asfinag dies physikalisch nicht für möglich. "Diese Wände sind hochabsorbierend und schlucken mindestens acht Dezibel", erwidert Asfinag-Geschäftsführer Rainer Kienreich.

    In den kommenden Tagen werde ein Techniker die Anlage inspizieren und auf Mängel untersuchen, im Frühjahr will die Autobahngesellschaft den Lärm messen und mit den Ergebnissen von Messungen vergleichen, die vor der Errichtung der Wände stattgefunden haben. Jährlich investiert die Asfinag 25 Millionen Euro in den Lärmschutz.

    HANNES GAISCH

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