Zwölf Premierminister gingen, die Queen blieb
Nach dem Tod ihres Vaters Georg VI. wurde Elisabeth die II. am 6. Februar 1952 zur Königin ernannt. Auch nach unglaublichen 60 Dienstjahren denkt die Queen nicht daran, das Zepter abzugeben.

Foto © APA Zwischen diesen Aufnahmen liegen fünf Jahrzehnte
1,63 Meter groß, 85 Jahre alt, 60 Jahre lang im Amt - Elizabeth II., Königin von Großbritannien, feiert am 6. Februar ihr diamantenes Dienstjubiläum. Am 6. Februar 1952 wurde sie - nach dem Tod ihres Vaters - zur Königin ernannt, am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey gekrönt. Nur eine saß noch länger als Queen Elisabeth II auf dem Königsthron: ihre Ur-Ur-Großmutter Victoria, die insgesamt 63 Jahre lang regierte.
Bittere Stunden
Die Queen ist in Großbritannien ein Fels in der Brandung. Zwölf Premierminister haben ihr gedient. Sie hat vier Kinder, acht Enkel und eine Urenkelin. Als Mutter und Familienoberhaupt hat sie Skandale und bittere Stunden erleben müssen - allen voran den Tod von Prinzessin Diana im Jahr 1997, der die Monarchie für einen Moment ins Wanken zu bringen schien.
Zu den Höhepunkten ihres privaten Glücks zählt neben der Hochzeit mit Prinz Philip, mit dem sie inzwischen 64 Jahre verheiratet ist, auch die Trauung ihres Enkels William im vergangenen Jahr. Die Eheschließung Williams mit Kate Middleton in der Westminster Abbey sahen Hunderte Millionen Menschen in aller Welt live im Fernsehen.
Die Hochzeit wurde zu einem Fest der britischen Monarchie, die auf einem neuen Höhepunkt ihrer Beliebtheit angekommen ist. Wenn im Juni in London die offiziellen Feierlichkeiten zum Thronjubiläum steigen, werden mehr als eine Million Schaulustige erwartet.
Heikle Mission
Als Staatsoberhaupt - nicht nur Großbritanniens, sondern auch 15 weiterer Staaten - ist die Queen mit kaum Machtbefugnissen ausgestattet. Das macht sie aber auch wenig angreifbar. Bei ihren Repräsentationspflichten sind ihr in all den Jahren kaum Fehler unterlaufen. Ihre heikle Mission in Irland im Mai vergangenen Jahres, als sie als erster britischer Monarch überhaupt die Republik besuchte, wird als diplomatische Glanzleistung gewertet.
Ein Abdanken der Queen steht nicht zur Debatte. Ihr ältester Sohn Charles muss weiter warten. Die Königin ist trotz ihres Alters kerngesund. Sie wird von ihren Biografen als humorvoll und scharfsinnig beschrieben, ihr Arbeitspensum ist weiter enorm. Ihre Qualitäten als Mensch werden unterschiedlich bewertet.
Viele Biografen beschreiben Elizabeth als kühl und unnahbar. Ihr Sohn Charles soll oft über zu wenig Nestwärme geklagt haben. "Sie mag Hunde, Pferde, Männer und Frauen - und zwar in dieser Reihenfolge", schrieb einmal Queen-Biograf Graham Turner.
















