Prozess nach Mord in Kufstein verschoben
Der für Mittwoch und Donnerstag dieser Woche am Innsbrucker Landesgericht angesetzte Prozess gegen einen 42-jährigen Kroaten nach dem Mord an einem Kufsteiner Autohändler im Februar 2008 ist verschoben worden. Die Verhandlung soll nun am 15. und 16. März 2012 über die Bühne gehen, kündigte eine Sprecherin des Gerichts am Montag an. Der Grund sei die Einholung eines anthropologischen Gutachtens.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sein Opfer durch mindestens 15 wuchtige Schläge mit einem Werkzeug gegen den Kopf vorsätzlich getötet und rund 8.000 Euro geraubt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass das auch das Motiv für den Mord war, hieß es. Zudem soll der mehrfach vorbestrafte Mann seine Ex-Frau mit dem Tod zum Unterlassen einer Aussage genötigt haben. Der Kroate bestritt laut Staatsanwaltschaft bisher die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Im Falle eines Schuldspruches droht dem 42-Jährigen eine zehn- bis 20-jährige Freiheitsstrafe oder lebenslänglich.
Der Verdacht gegen den Beschuldigten gründet sich laut der Anklagebehörde insbesondere auf Angaben der Ex-Frau. Nach deren Aussagen soll sich der 42-Jährige nach der Tat auffällig verhalten und Andeutungen gemacht habe, die auf seine Täterschaft schließen ließen.
Der 58-Jährige Autohändler war am 20. Februar 2008 mit massiven Kopfverletzungen von einem Kunden in einem Verkaufscontainer nahe der Autobahnausfahrt Kufstein-Nord gefunden worden. Der Mann hatte dort einen Gebrauchtwagenhandel betrieben. Der Kroate wurde am 17. Mai 2011 in Ungarn verhaftet und anschließend nach Österreich ausgeliefert.











