Alarm wegen Chemikalien im Meer
Aus Wasseranalysen ist nun hervorgegangen, dass im Meer rund um das havarierte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" die Konzentration von Chemikalien klar über den Grenzwerten liegt. Die Bewohner der Insel Giglio fürchten bereits die Zeit, wenn alle das "sinkende Schiff verlassen haben werden".

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Die Gefahr von Meeresverschmutzung unweit der Insel Giglio steigt: Aus Wasseranalysen ist nun hervorgegangen, dass im Meer rund um das am 13. Jänner havarierte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" die Konzentration von Chemikalien klar über den Grenzwerten liegt, berichteten italienische Medien. Bisher war das Meer im Herzen des toskanischen Archipels wegen seiner hohen Wasserqualität bekannt.
In die Gewässer unweit des Wracks seien jede Menge chemische Produkte, Spül- und Waschmittel ins Wasser gelangt, hieß es. Die Tests wurden unter der Leitung der toskanischen Umweltschutzbehörde Arpat durchgeführt. Nach Angaben der Reederei Costa Crociere, Betreiber des havarierten Schiffes, befanden sich einige hundert Kilo Waschmittel an Bord der "Costa Concordia". "Alles was nicht in versiegelten Behältern enthalten war, löst sich im Wasser auf", berichtete ein Experte.
"Die Wasch- und Spülmittel sind zwar in konzentrierter Form aggressiv, haben aber den Vorteil, dass sie sich schnell auflösen", sagte Arpat-Sprecher Alessandro Franchi. Die Fachleute wollen jetzt die Auswirkungen der Havarie auf die Fische überprüfen.
Bisher wurde kein Öl im Wasser rund um das Wrack registriert. 2.400 Tonnen Treibstoff befinden sich noch in den Tanks des verunglückten Kreuzfahrtschiffes, die jetzt abgepumpt werden sollen. Italienische und niederländische Fachleute rechnen damit, in etwa drei Tagen das Öl wegzubringen. Die gesamte Operation kann je nach Umständen zwischen vier und sechs Wochen dauern.











