Einsturzgefahr: Supermarkt evakuiert
Der Winter hält Westösterreich in Atem. Ein halber Meter Neuschnee fiel allein am Samstag, dazu starker Wind mit Spitzen jenseits der 100 km/h. Schiorte waren nicht erreichbar, ein Markt musste schließen - die Schneemassen drückten aufs Dach.

Foto © ZOOM/TIROLFeuerwehrleute mussten das 10.000 Quadratmeter große Dach des Tiroler Einkaufszentrums von den Schneemassen befreien
Ihren Shoppingsamstag hatten sich Kunden und die Angestellten eines Einkaufszentrums im Tiroler Schwaz anders vorgestellt. Denn die tausend Personen mussten zu Mittag Interspar, Hervis & Co. prompt verlassen: Die Schneelast auf dem Dach war zu groß geworden. Die Freiwillige Feuerwehr benötigte Stunden, um das 10.000 Quadratmeter große Dach notdürftig freizuschaufeln. Später entschloss man sich, eine Schneefräse auf das Dach zu befördern, um der "weißen Pracht" Herr werden zu können.
Nachfolgende Kunden staunten nicht schlecht: "Ab sofort darf niemand diesen Interspar mehr betreten", war an den Eingängen zu lesen. Samstagvormittag hatte das Management das Bauamt alarmiert. Eine Prüfung durch den Stadtbaumeister und einen Ziviltechniker ergab, dass zwar keine akute Einsturzgefahr besteht, die Geschäfte wegen der anhaltenden Schneefälle jedoch aus Sicherheitsgründen geräumt werden sollten. "Daher wurden die Läden "um 12 Uhr gesperrt und keine neuen Kunden eingelassen", so die Sicherheitsdirektion. Die Zentralanstalt für Meteorologie hatte kürzlich gewarnt, dass "die Schneelasten sich weiter erhöhen werden", nachdem man an elf Standorten in ganz Österreich das Schneegewicht bestimmt hatte.
Schiorte abgeschnitten
In Tirol, wo am Samstag lokal bis zu einem halben Meter Neuschnee gefallen ist, sowie in Vorarlberg stieg die Lawinengefahr am Samstag beträchtlich. Erschwerend: starker Wind mit Spitzen jenseits der 100 Stundenkilometer auf den Bergen.
Nach und nach mussten Straßen- und Bahnverbindungen geschlossen werden. Ischgl und Galtür waren nicht zu erreichen. Gesperrt haben die ÖBB außerdem die Arlbergbahn. Anreisende Urlauber erreichten ihre Destinationen - darunter St. Anton, Lech und Zürs - nicht.











