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Zuletzt aktualisiert: 17.01.2012 um 14:15 UhrKommentare

Schlag gegen die internationale Drogenmafia

Foto © APA

Der heimischen Polizei ist ein bedeutender Schlag gegen die internationale Drogenmafia gelungen. Am Samstag und am Montag wurden in der Steiermark zwei Lkw aus dem Verkehr gezogen, die insgesamt 52 Kilo Marihuana, zwei Kilo Speed und 6.050 Tabletten mit einem Straßenverkaufswert von rund 640.000 Euro geladen hatten. Drei Verdächtige wurden festgenommen.

Die drei mutmaßlichen Drogenhändler gehören laut Oberstleutnant Martin Roudny, Leiter des Suchtgiftreferats im KK Mitte in Wien, zu einer bedeutenden mazedonischen Bande, die Schmuggelfahrten im großen Stil organisiert haben. "Sie sind eigentlich vorwiegend im Heroin-Geschäft tätig, helfen einander aber im Fall von Engpässen bei anderen Suchtgiften aus", so Roudny im APA-Gespräch.

Im Zuge wilder Verfolgungsfahrten im nächtlichen Schneegestöber ist es den Ermittlern schließlich gelungen, zwei Lkw auf Autobahnen in der Steiermark zu stellen. Roudny: "Es war nicht leicht, an ihnen dranzubleiben, weil sie auch immer wieder von der Autobahn abgefahren sind, um zu prüfen, ob sie verfolgt werden."

Am Samstag um 3.20 Uhr klickte zuerst für den 36-jährigen Peter S. bei Gratkorn die Handschellen. In seinem Lkw wurden 19 Kilo Marihuana, zwei Kilo Speed und 6.050 Ecstasytabletten gefunden. Zwei Tage später, am Montag, um 7.30 Uhr, gingen Milan K. (45) und Dragan M. (47) in St. Michael den Beamten ins Netz. Sie transportierten 33 Kilo Marihuana. Das gesamte Suchtgift war für den österreichischen Markt bestimmt.

Roudny schätzt, dass seit Dezember 2009 rund 150 Bandenmitglieder in Europa geschnappt wurden. "Sie haben zwar mittlerweile Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung, aber sie sind immer noch sehr flexibel. Wenn ein Transport auffliegt, kann am kommenden Tag schon der nächste losgeschickt werden."

Quelle: APA

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