Bluttat blieb stundenlang unentdeckt
Nach dem Mord an einer 25-jährigen Frau in Maria Rain konnte der mutmaßlicher Täter auch am Montag noch nicht einvernommen werden. Das Opfer wird am Freitag beerdigt.

Foto © RaunigIm Mehrparteienhaus, in dem die Bluttat passiert ist, stehen die Bewohner unter Schock. Ein Nachbar: "Ich kann das nicht begreifen"
Nun liegt ein weiteres Ergebnis der Obduktion vor: Die 25-jährige Tanja L. wurde bereits in der Nacht auf Freitag getötet. Erst viele Stunden später, Freitag kurz vor 12 Uhr mittags, wurde die Bluttat von ihrem Vater entdeckt. Der 56-Jährige hatte sich Sorgen gemacht und mit einem Zweitschlüssel die Wohnung aufgesperrt.
Während die Familie Vorbereitungen für die Beerdigung am Freitag trifft, gehen die Ermittlungen der Kriminalisten weiter. Das Wichtigste für sie ist jetzt die Einvernahme des 37-jährigen Tatverdächtigen. Doch die Ermittler müssen warten.
Der Mann wurde, nachdem er sich selbst mit mehreren Stichen und Schnitten lebensgefährlich verletzt hatte, am Wochenende aus dem künstlichen Koma geholt. Bislang konnte die Polizei ihn aufgrund seines Gesundheitszustandes nur kurz befragen. Und da hat er nicht viel gesagt, das Gespräch eher abgeblockt. "Im Moment ist der Mann nicht vernehmungsfähig", sagt Staatsanwalt Helmut Jamnig. Montagnachmittag wurde ein Sachverständiger bestellt, welcher ein psychiatrisches Gutachten des Mannes erstellen soll.
Die Ermittlungen haben währenddessen weitere neue Erkenntnisse gebracht: So steht jetzt fest, dass es zwischen dem Opfer und dem Täter zu keinem Kampf gekommen ist. Auch wird Eifersucht als Motiv für die Bluttat immer wahrscheinlicher. Die möglichen Tatwaffen - zwei Küchenmesser und ein Stanleymesser - sowie einen Strick zum Fesseln soll der 37-Jährige zum Treffen mit Tanja L. von zu Hause mitgebracht haben.











