Wolfsrüde Slavko wurde in Murau geortet
Peilsender gibt Aufschluss über Wanderung des Wolfes von Istrien über Kärnten bis nach Murau. Er wurde - ein typisches Schicksal für halbwüchsige Wölfe - wahrscheinlich von seinem Rudel vertrieben.

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MURAU. Er ist nicht der Erste seiner Art, der der Steiermark die Ehre gibt. Slavko, ein Wolfsrüde aus Slowenien, ist aber wohl der Erste, dessen Wanderung über einen Peilsender verfolgt wird. Der dreijährige Wolf war im Juli 2011 von slowenischen Forschern vermessen und mit dem Sender versehen worden. Er wurde - ein typisches Schicksal für halbwüchsige Wölfe - wahrscheinlich von seinem Rudel vertrieben und zog seine Fährte von Istrien über Kärnten bis in den Raum Murau, wo er am Montag um exakt 9.40 Uhr das erste Mal geortet wurde.
"Slavko hat schon mehrere Gebiete mit einem für ihn guten Nahrungsangebot durchquert, aber nie angehalten", berichtet der steirische Landesjägermeister Heinz Gach. Wo die Wanderung hingehen soll, weiß nur Slavko selbst, die Forscher, die sich auf seiner Fährte befinden, wissen nur, dass er in Slowenien einen Fuchs als letzte Beute und in Österreich ein Reh als erste Beute gemacht hat. Auf seinem Weg hat er offenbar keine Probleme, sich in der Zivilisation zurechtzufinden, wobei er auch nahe an Siedlungen herankam.
Der Landesjägermeister weist darauf hin, dass Wölfe streng geschützt sind. Gefahr für Menschen sieht er nicht, die Tiere seien äußerst scheu und kaum zu erblicken. Gefährlich werden kann das etwa 40 Kilo schwere Tier allerdings freilaufenden Hunden, die der natürlichen Kraft des Wolfes nichts entgegenzusetzen haben.












