Serie von 23 Banküberfällen vor Schöffensenat

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Die größte Bankraubserie der österreichischen Kriminalgeschichte wird seit heute, Dienstag, im Wiener Straflandesgericht aufgearbeitet. Wegen nicht weniger als 23 Überfällen mit einer Gesamtbeute von 1,15 Millionen Euro haben sich zwei Mazedonier vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Bettina Neubauer) zu verantworten. Die Urteile sollen am kommenden Dienstag fallen.
Zwischen 23. August 2004 und 3. Juli 2008 hatten Vulnet H. ( 34) und Nuri N. (33) in der Bundeshauptstadt, in Wiener Neudorf und in Graz gemeinsam 15 Banken ausgeraubt. Sechs Überfälle beging der Ältere im Alleingang. Nach dessen Festnahme im Juni 2009 suchte sich Nuri N. neue Komplizen, mit denen er zwei weitere Coups verübte, ehe er im Februar 2011 in Deutschland verhaftet werden konnte. Insgesamt hatten die beiden 1,15 Mio. Euro erbeutet.
Das Duo hatte als "Moneymaker"-Bande Schlagzeilen gemacht: Bei einem Überfall riss ihnen das Plastiksackerl, in das sie ihre Beute gestopft hatten. Daher schafften sie mit ausgebreiteten Armen die Banknoten-Bündel ins Freie, womit sie bei Kriminalisten Assoziationen an Kandidaten in der "Moneymaker-Gelddusche" in der gleichnamigen ORF-Sendung weckten.
Vulnet H. hatte mit einer in Tschechien gekauften Gaspistole seine Raubzüge begonnen. Nach kurzer Zeit überredete er seinen beschäftigungslosen Freund aus Kindertagen zum Mitmachen. Die Angeklagten wären bei ihren Taten geradezu "lehrbuchartig" vorgegangen, bescheinigte ihnen Verteidiger Christian Werner. Parierten die Angestellten nicht gleich, repetierten die maskierten Räuber oder drückten ihre Waffen dem Personal gegen den Kopf.
Die Überfälle wurden stets penibel geplant. Nach einem Bankraub, den er alleine beging, klickten für Vulnet H. im Juni 2009 die Handschellen. Er wurde dafür bereits zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt, die er in der Justizanstalt Stein verbüßt. Dort legte er dann ein umfassendes Geständnis ab, beichtete auch die noch nicht geklärten Straftaten und nannte seinen Komplizen. Bei dessen Festnahme stellte sich heraus, dass Nuri N. erst knapp eine Woche zuvor - nämlich am 31. Jänner 2011 - in Graz eine Bank ausgeraubt hatte.











