Orkan "Andrea" bringt Unmengen an Neuschnee

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Orkan "Andrea" meint es offenbar wirklich ernst. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat für weite Teile des Bundesgebietes Donnerstagmittag Wetterwarnungen wegen Sturms und Schneefall ausgegeben. Besonders im Arlberg- und Silvrettagebiet erwarten die Meteorologen Schneefälle, wie sie nur einmal in vier Jahren vorkommen.
Im Grenzgebiet zwischen Tirol und Vorarlberg ist bis Freitagabend örtlich mit bis zu einem Meter Neuschnee zu rechnen. Die Schneefälle betreffen schwerpunktmäßig aber den gesamten Alpenhauptkamm bis hinein ins südwestliche Niederösterreich. Laut Fünf-Tages-Prognose der ZAMG wird es auch in den Tagen danach immer wieder in den Nordstaulagen schneien, weil in rascher Folge Frontensysteme aus Nordwesten gegen die Alpen geführt werden. Zusammengerechnet könnten da noch einmal bis zu 50 Zentimeter Neuschnee dazu kommen.
In Lech am Arlberg sieht man den angekündigten Schneemassen gelassen entgegen. Dass man infolge der Starkniederschläge einige Zeit wegen Lawinengefahr nicht erreichbar sein könnte, "das ist bei uns einfach so", erklärte Bürgermeister Muxel. Lech sei für solche Bedingungen gut gerüstet, die Lawinenkommissionen behielten Schneemengen und Temperaturen gut im Auge. "Wir sind wachsam", versicherte Muxel.
Der Sturm betrifft vor allem Vorarlberg, Tirol, den Westen und den Norden Salzburgs, Oberösterreich, Niederösterreich bis Wien und die Obersteiermark. Südlich davon werden die Windböen etwas schwächer ausfallen. Die heftigsten Böen werden in der obersteirischen Stadt Bruck an der Mur und Umgebung befürchtet.
Die Ausläufer des Orkantiefs "Andrea" richteten in Deutschland bereits erste Schäden an. Allein in Nordrhein-Westfalen musste die Polizei zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr zu insgesamt 153 witterungsbedingten Einsätzen ausrücken.











