Bestattung vergaß Grab zu schließen
Eine Trauerfamilie in Wolfsberg war geschockt: Nach der Beerdigung blieb das Urnengrab offen. Nach Telefonaten fuhr Andreas Kos vom gleichnamigen Bestattungsunternehmen los, um das Grab zu schließen.

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Frau S. wollte am Heiligen Abend auf dem Stadtfriedhof eine Kerze am Grab ihrer Mutter anzünden, die einige Tage zuvor verstorben war. Bei der Begräbnisstätte angekommen, musste sie aber mit Entsetzen feststellen, dass ein 50 Zentimeter tiefes und 40 Zentimeter breites Loch den Blick auf die Urne freigab. "Das war ein unvorstellbarer Anblick, und das auch noch am 24. Dezember", erzählt der Schwiegersohn der Verstorbenen.
Nach mehreren Telefonaten fuhr Andreas Kos vom gleichnamigen Bestattungsunternehmen in Wolfsberg, der die Beerdigung organisierte, von Lavamünd zum Stadtfriedhof, um das Grab zu schließen. "Die Trauerfamilie hat mir so leidgetan", sagt Kos. Aufgrund der Eigentumsrechte, die bei der Gemeinde liegen, hätte er aber das gar nicht tun dürfen. Kos muss nämlich zum Zuschütten der Gräber immer die Stadtwerke beauftragen.
Die Schuld für den Fauxpas liege aber nicht bei Kos, sondern bei der städtischen Bestattung Wolfsberg, bestätigt Manfred Kogelnig, Abteilungsleiter-Stellvertreter. Ein Mitarbeiter habe auf das Zuschütten vergessen. Bei Familie S. habe sich Kogelnig noch am selben Abend entschuldigt. Auch Stadtwerke-Chef Dieter Rabensteiner gibt einen "Fehler unsererseits" zu.
Der Vorfall zeigt für Bestatter Kos die Problematik der Grabungsrechte auf dem Stadtfriedhof. Gräber schließen dürfen nämlich nur Mitarbeiter der Stadtwerke.










