Tausende Hektar in Naturpark in Chile verbrannt
Weil ein Tourist sein gebrauchtes Klopapier verbrennen wollte, greift im chilenischen Nationalpark Torres del Paine ein verheerender Waldbrand um sich. Inzwischen sei eine Fläche von mehr als 12.560 Hektar zerstört worden

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So die Schätzungen der Katastrophenschutz-Behörde Onemi. Drei der sechs Feuerfronten wurden am Samstag aber unter Kontrolle gebracht werden, sagte Onemi-Leiter Vicente Nunez.
Ein 23-jähriger israelischer Tourist wurde als mutmaßlicher Täter wegen fahrlässiger Brandstiftung angeklagt. Er hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Park gebrauchtes Klopapier verbrennen wollen, berichtete der Fernsehsender 24 Horas. Auf diese Weise werden in vielen Naturschutzgebieten auch kleine Mengen anderer Abfälle entsorgt.
Starker Wind
Das Feuer ist am Dienstag in der Nähe des Grey-See ausgebrochen. Das bergige Gelände und ein starker Wind hatten die Löscharbeiten behindert. Erst nach einem leichten Regen am Freitag schwächte der Wind ab. Dies ermöglichte am Wochenende den Einsatz eines Löschhubschraubers. Insgesamt mehr als 550 Feuerwehrmänner und Helfer aus Chile und Argentinien kämpften gegen den Waldbrand.
Der chilenische Präsident Pinera erklärte die Gegend zum Katastrophengebiet. Zugleich bat er im Kampf gegen die Flammen um internationale Hilfe aus den USA, Australien sowie dem benachbarten Argentinien.
Der malerisch gelegene Park Torres del Paine ("Himmels-Türme") war 1978 von der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärt worden. Er wird jährlich von 120.000 Touristen besucht und ist vor allem bei Wanderern, Bergsteigern und Fotografen beliebt. Nur 90 Kilometer nordöstlich liegt die argentinische Ortschaft El Calafate mit dem Gletscher Perito Moreno.











