Silvestermotto: "Keine Knaller, sondern Küsse"
"Aktion scharf" heißt es rund um den Jahreswechsel in Sachen Feuerwerkskörper in Venedig. Bei Verstößen gegen das Verbot hagelt es bis zu 500 Euro Strafe. Als Alternativprogramm hat Bürgermeister Orsoni am Markusplatz eine "Massenküsserei" organisiert.

Foto © ReutersKüsse statt Knaller in Venedig
Venedig startet eine Aktion scharf gegen Silvester-Böller. Wer zum Jahreswechsel auf Knallkörper und Feuerwerke nicht verzichten kann, muss mit einer Geldstrafe von 500 Euro rechnen. Venedig sei ein Kunstschatz und solle es auch bleiben, meinte Bürgermeister Giorgio Orsoni. "Keine Knaller, sondern Küsse", heißt das Motto der Stadt, die für die Silvesternacht auf dem Markusplatz eine "Massenküsserei" organisiert hat. An einer ähnlichen Initiative in den vergangenen Jahren hatten sich tausende Paare beteiligt.
Kampagnen gegen illegale Feuerwerkskörper gibt es in ganz Italien. Kurz vor Jahreswechsel floriert im Land und vor allem im Raum von Neapel traditionell der Schwarzmarkt mit illegalen Knallern, die oft große Mengen Pulver enthalten und gegen die Sicherheitsbestimmungen verstoßen. Bei Unfällen mit Knallkörpern werden jedes Jahr Hunderte Italiener verletzt. Regelmäßig sterben auch Menschen bei den Detonationen. Der Konsumentenschutzverband Codacons fordert, dass die Böller in ganz Italien verboten werden.










