Rügen: Suche nach verschüttetem Mädchen aufgegeben

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18 Stunden nach dem Steilküstenabbruch auf der deutschen Ostseeinsel Rügen haben die Rettungskräfte die Suche nach einem verschütteten zehnjährigen Mädchen aufgegeben. Nach menschlichem Ermessen gebe es keine Hoffnung mehr, das Kind lebend zu finden, sagte der stellvertretende Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen am Dienstag.
Das Mädchen war am Montag bei einem Strandspaziergang mit seiner Mutter und seiner Schwester verschüttet worden, als sich Kreideschlamm-Massen von der Steilküste lösten. Mutter und Schwester des Mädchens waren bei dem Unglück verletzt worden.
Mehr als 160 Helfer hatten seit Montag den schmalen Strandabschnitt nach der Zehnjährigen aus Brandenburg durchsucht, auf dem sich tausende Kubikmeter Felsmaterial auftürmten. Bei der Rettungsaktion kamen auch Spürhunde und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz.
Das von der Steilküste hinabgestürzte Material aus Kreide, Wasser und Mergel bilde eine kompakte Masse ohne Hohlräume, sagte der Lokalpolitiker. Die Situation sei nicht vergleichbar mit der in einem eingestürzten Haus nach einem Erdbeben, in dem ein Überleben in luftgefüllten Kammern noch für längere Zeit möglich sei.
An der berühmten Steilküste aus Kreidefelsen kommt es immer wieder zu Gesteinsabbrüchen. Ursache ist die natürliche Erosion, Gefahr besteht vor allem nach starken Regenfällen oder Tauwetter. Im August war ein etwa 100 Meter langer Abschnitt der Steilküste ins Rutschen gekommen und auf den schmalen Kiesstrand darunter gestürzt. Es gab auch früher schon Tote. 2005 war eine Berliner Touristin auf Rügen von herabstürzenden Kreidefelsen erschlagen worden. Schilder weisen vielerorts auf die Gefahr plötzlicher Steinschläge hin.











