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Zuletzt aktualisiert: 26.12.2011 um 20:50 Uhr

Großbrand vernichtete Vier-Sterne-Hotel

141 Urlauber mussten in Folge eines Großbrandes im Vier-Sterne-Hotel "Glemmtalerhof" im Salzburger Saalbach-Hinterglemm evakuiert werden. Das Lebenswerk der Familie des FPÖ-Landesobmanns Karl Schnell wurde zerstört, alle Gäste überlebten den Brand unverletzt.

Hotel Glemmtaler in Flammen

Foto © APAHotel Glemmtaler in Flammen

Karl Schnell, Arzt in Hinterglemm und FPÖ-Landesobmann, stand am Montagnachmittag noch unter Schock: "Eine Katastrophe. Hier ist das Lebenswerk meiner Frau Christine zerstört worden".

Im Hintergrund löschten Feuerwehrleute letzte Glutnester in seinem Familienhotel Glemmtalerhof, in dem eine Nacht lang ein verheerendes Feuer gewütet hatte. Alarmstufe 4 für die Feuerwehren, mehr als 380 Helfer standen im Löscheinsatz, kämpften mit etwa fünf Millionen Liter Löschwasser zehn Stunden lang gegen das nächtliche Inferno, wie die "Salzburger Nachrichten" berichten.

Noch am Vormittag irrten Urlauber rund um das Hotel, manche eingehüllt in Decken. Sie waren in Panik geflüchtet, mussten ihre Habseligkeiten zurücklassen. "Wir waren an der Bar, als kurz nach 22 Uhr das Feuer ausgebrochen war", schilderte Karin von de Ven, eine Holländerin. Sie sei sofort hinauf ins Zimmer und habe ihre Töchter Kiki und Kim rausgeholt. "Ich habe bei allen Zimmern geklopft, damit die Leute rauslaufen". Ein holländischer Vater und sein Sohn schliefen im zweiten Stock jedoch tief und fest. Der Feuerwehrkommandant von Viehhofen konnte sie in Sicherheit bringen. Die Geretteten wurden vorsorglich ins Spital Schwarzach gebracht.

Von den 141 Hotelgästen sei niemand verletzt worden, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Eberharter. Alle wurden in angrenzenden Hotels untergebracht. "Die Nachbarschaftshilfe hat großartig funktioniert. Binnen kürzester Zeit waren alle Gäste versorgt", sagte Barbara Kees, Chefin des nur wenige Meter entfernten Hotel Salzburg. Obwohl die Situation kritisch gewesen sei, sei die Evakuierung sehr geordnet abgelaufen, sagte später Bürgermeister Peter Mitterer, der als Feuerwehrmann ebenso im Löscheinsatz stand.

Der Großbrand richtete Millionenschaden an. Experten des Bundeskriminalamts sowie Brandermittler versuchen nun, die Ursache zu finden. Das Feuer war im Dachgeschoss im Bereich des Wellness-Bereichs ausgebrochen. Dort befand sich auch die Privatwohnung der Familie Schnell, die ebenso komplett zerstört wurde.

"Mein Sohn Jörg hat im letzten Moment noch unseren Hund aus der versperrten Wohnung retten können", erzählte Schnell.


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