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Zuletzt aktualisiert: 24.12.2011 um 13:12 UhrKommentare

Neue Beben im neuseeländischen Christchurch

Foto © APA

Nach dem heftigen Erdbeben von Freitag ist die zweitgrößte neuseeländische Stadt Christchurch auch am Samstag nicht zur Ruhe gekommen. Die Erdbebenwarte GNS verzeichnete etwa 30 Nachbeben, das stärkste davon am frühen Morgen mit 5,1 auf der nach oben offenen Richter-Skala. Viele Einwohner standen am Samstag unter Schock.

Christchurch hatte erst im Februar ein schweres Beben erlebt. 181 Menschen kamen ums Leben. "Viele sind sprachlos, haben Angst, sind hilflos, manche trotzig", sagte Ilka Norrie. Unzählige Einwohner verbrachten den Heiligen Abend statt mit Geschenke einpacken mit Aufräumungsarbeiten. Bei den Beben am Freitag mit einer Stärke von bis zu 6,0 nach Richter waren einige bereits früher beschädigte Gebäude weiter zusammengefallen. Christchurch ist seit September 2010 von einer beispiellosen Serie von Erdstößen erschüttert worden.

Der größte Schaden entstand durch Bodenverflüssigung. Straßen und Gehsteige brachen teilweise ein. Über viele Grundstücke ergoss sich tonnenweise breiiger Schlamm. Christchurch ist auf sandigem Boden gebaut. Die Verflüssigung ist ein gängiges Phänomen bei Erdbeben.

Die Kanalisation war in einigen Stadtteilen beschädigt, berichtete das Lokalfernsehen. "Wir haben die Nase voll, so kann es nicht weiter gehen", sagte Geoff Cooke im Fernsehen. "Wir haben das schon drei Mal in diesem Jahr gemacht, es ist reine Zeitverschwendung", sagte ein anderer Einwohner.

Geologen hatten die Böden der Stadt nach dem schweren 6,3-Beben im Februar untersucht und Stadtteile als rot markiert, in denen der Grund zu instabil ist. Am Freitag verflüssigte sich der Boden aber auch in vermeintlich sicheren Zonen. Bürgermeister Bob Parker räumte am Samstag ein, dass diese Zoneneinteilung nun überprüft werden müsse.

Abgesehen von Einwohnern, die Ärzte und Krankenhäuser mit stressbedingten Symptomen aufsuchten, wurde am Freitag niemand verletzt. Neuseeland ist eines der erdbebenreichsten Länder der Welt.

Quelle: APA

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