VGT begrüßt Beschlüsse für Kastenstandhaltung
Im Thema Kastenstandhaltung erzielten Umweltminister und Gesundheitsminister eine Einigung. Mutterschweine müssen sich ab 1. Jänner 2013 insgesamt 265 statt wie bisher 205 Tage pro Jahr frei bewegen können. Der Verein gegen Tierfabriken ist erfreut.

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Ein Kompromiss beim heiklen und lang diskutierten Thema Kastenstandhaltung in der heimischen Schweinezucht ist am Mittwoch von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) und Gesundheitsminister Alois Stöger (S) präsentiert worden. Mutterschweine müssen sich ab 1. Jänner 2013 insgesamt 265 statt wie bisher 205 Tage pro Jahr frei bewegen können. Der Vereins gegen Tierfabriken (VGT) begrüßt die Einigung.
"Zunächst muss klar gesagt werden, dass diese Regelung ein Schritt in die richtige Richtung ist und Weichen für eine bessere Tierhaltung in der Zukunft stellt", so VGT-Obmann Martin Balluch. Kritik übte der VGT an den Übergangszeiten bis 1. Jänner 2033. "Eine Übergangsfrist von 21 Jahren ist bisher für Tierschutzverbesserungen überhaupt noch nie dagewesen. Statt Fortschritte zu beschleunigen, ist eine Tendenz zu immer langsamerem Vorgehen zu bemerken", kritisierte Balluch.
Laut dem VGT dürfen Betriebe mit zehn Mutterschweinen oder weniger weiterhin ohne Ablaufdatum ihre Tiere lebenslang und ganzjährig in Kastenständen halten. Die Tierschutzorganisation will laut der Aussendung darauf drängen, dass die Volksanwaltschaft "diesen Missstand aufgreift und im Rahmen einer Klage an den Verfassungsgerichtshof revidiert". "Für das Verbot einer derartigen Haltung gibt es im Tierschutzgesetz keine Ausnahme für Kleinbetriebe", so Balluch.
Zustimmung zur Einigung gab es auch vom Landesobmann der Freiheitlichen Bauernschaft Oberösterreich, Franz Graf: "Nach einem Jahr der Rechtsunsicherheit für die Landwirte punkto Ferkelschutzkörbe ist es nun endlich zu einer Einigung zwischen den beiden zuständigen Ministern gekommen", hieß es in einer Aussendung.











