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Zuletzt aktualisiert: 20.12.2011 um 18:38 Uhr

Eine Tote nach Wohnhausbrand

Traurige Weihnachten für Geschwister in Irschen. Eine Rentnerin erlag ihren Verletzungen. 70 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Ein defekter Kamin gilt laut Polizei als Brandursache.

In diesem haus hat es gebrannt

Foto © HatzIn diesem haus hat es gebrannt

Alles war voller Rauch, im stockdunklen Zimmer suchte Monika Obernosterer verzweifelt nach der Taschenlampe. Ihr Bruder Gabriel (67) hatte Dienstag kurz vor drei Uhr früh wie wild an ihre Zimmertüre im zweiten Stock des Einfamilienhauses vulgo "Alt-Messner" in Rittersdorf (Gemeinde Irschen) gehämmert. "Es ist alles blitzschnell gegangen", erinnert sich die 61-jährige Rentnerin im Lienzer Krankenhaus. Sie hatte Glück, ebenso ihr Bruder.

Die taubstumme Schwester Elisabeth wurde jedoch ein Opfer des Unglücks. Die 69-Jährige erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Eine von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angeordnete Obduktion soll Klarheit über die Todesursache bringen. Wiederbelebungsversuche durch das Notarztteam waren erfolglos. Dabei hatten die Feuerwehrmänner aus dem kleinen Oberkärntner Ort unter dem Einsatz von Kommandant Hans-Peter Filzmaier alles Menschenmögliche getan, der Flammen in dem Einfamilienhaus Herr zu werden.

Fast auf die Minute genau waren die Florianijünger, deren FF-Haus nur einen Steinwurf vom Einsatzort entfernt liegt, nach der Alarmierung zur Stelle. 70 Feuerwehrleute aus Irschen, Oberdrauburg, Dellach und Rittersdorf waren ausgerückt. Mit schwerem Atemschutzgerät kämpften sich die Blauröcke zum Brandherd im Erdgeschoss vor. "Der Einsatz hat alles von uns abverlangt und meine Mannschaft hat hervorragende Arbeit geleistet", ist FF-Kommandant Filzmaier überzeugt. Die klirrende Kälte tat das Übrige. Immer wieder mussten die Feuerwehrleute das Löschwasser vom Eis befreien. Filzmaier: "Erst um halb acht Uhr konnten wir Brand aus vermelden."

"Dankbar, dass ich lebe"

Im Parterre des Lienzer Spital ist Monika Obernosterer zur Beobachtung untergebracht, "Das sind schlimme Weihnachten, aber trotzdem bin ich dankbar, dass ich noch lebe. Im Sommer bin ich schon öfters über die steile Stiege im Haus gefallen, schon da hätte ich tot sein können. Aber ich habe überlebt, so wie jetzt." Mittwoch wird sie das Krankenhaus wieder verlassen dürfen.

Brandursache geklärt

Der Feuerherd wurde nach umfangeichen Erhebungen der Experten des Landeskriminalamtes im Bereich des Kamins im Erdgeschoss des Wohnhauses rasch festgestellt. Werner Mochorko, Leiter der Brandgruppe im Landeskriminalamt Kärnten, erklärte gegenüber der Kleinen Zeitung: "Ein Fremdverschulden liegt nicht vor, aber der Rauchabzug wies bauliche Mängel auf und dort brach auch das Feuer aus." Die Höhe des Sachschadens dürfte aber gering sein.

GÜNTHER HATZ

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