Ausbruchsversuch und Geiselnahme in Athen unblutig
Eine Geiselnahme in einem Hochsicherheitsgefängnis nahe Athen ist am Montagabend unblutig zu Ende gegangen. "Alle Geiseln sind frei und die Häftlinge sind in ihren Zellen zurück", sagte der griechische Justizminister Giorgos Petalotis im Fernsehen.
Nach einem gescheiterten Ausbruchversuch aus dem Gefängnis von Korydallos hatten ein gefährlicher griechischer Krimineller sowie mindestes drei inhaftierte Mitglieder einer anarchistischen Terrorgruppe drei Wärter als Geiseln genommen.
Der Anführer der Häftlinge, Panagiotis Vlastos, war bewaffnet. Welche Forderungen er gestellt hatte, wurde zunächst nicht bekannt. Rund um das Gefängnis von Korydallos wurden starke Polizeieinheiten zusammengezogen.
Vlastos sitzt wegen Totschlags und einer spektakulären Entführung eines griechischen Reeders im Gefängnis. Die Mitglieder der griechischen Gruppe "Verschwörung der Feuerzellen" hatten vergangenes Jahr eine Reihe von Briefbomben an europäische Politiker geschickt. Eine dieser Bomben war im Kanzleramt in Berlin angekommen und entschärft worden.











