Bündnis EU-Entwicklungsländer auf Klimagipfel

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Mit einem Schulterschluss haben 120 Länder am Donnerstag den Druck auf die USA, Indien und China erhöht, beim Klimagipfel in Durban weitgehende Klimaschutzzusagen zu machen. Adressat sind die großen Verursacher von Treibhausgasen außerhalb der EU. Es ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass die EU und fast 100 Entwicklungsländer und Inselstaaten in dieser Weise beim Klimaschutz vorgehen.
Das gemeinsame Ziel ist ein rechtlich verbindliches Klimaschutzabkommen. Da sich nun die Mehrzahl der 194 Staaten zusammenschließt, wächst die Hoffnung auf einen Durchbruch. Der österreichische Umweltminister Berlakovich schätzte am Donnerstag die Chancen, dass sich die großen Staaten bewegen, auf fünfzig zu fünfzig ein. "Man kann erkennen, dass sie nicht als Verlierer dastehen wollen. Sie beginnen, sich in ihrer bisherigen Position zunehmend unwohl zu fühlen", sagte Berlakovich im Gespräch mit der APA.
"Wer am Ende als Verhinderer dasteht, ist international geächtet", meinte der Umweltminister unter Hinweis auf die Auswirkungen des Klimawandels, der alle Länder treffe. Auch US-Chefunterhändler Todd Stern zeigte sich angesichts des neuen Drucks offener als noch vor Tagen. Er stellte in Aussicht, einen Fahrplan der EU für ein Klimaabkommen zu unterstützen. Der deutsche Umweltminister Röttgen sieht auch Hoffnungszeichen bei dem geplanten milliardenschweren Klimafonds.
Ein Erfolg oder ein Scheitern des UNO-Klimagipfels hängt nach Einschätzung zahlreicher Delegierten nun vor allem von China und anderen großen Treibhausgas-Verursachern ab. Die Mega-Konferenz mit 15.000 Teilnehmern endet offiziell Freitag. Es wird allerdings vermutet, dass sie bis in die frühen Morgenstunden des Samstag dauern könnte.










