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Zuletzt aktualisiert: 07.12.2011 um 07:34 UhrKommentare

"Wos woa mei Leistung?" ist Unspruch des Jahres 2011

"Euro-Rettungsschirm" ist von der zuständigen Jury zum Wort des Jahres 2011 gekürt worden. Der Unspruch des Jahres lautet "Wos woa mei Leistung?"

Meischberger prägte desn Unspruch des Jahres 2011

Foto © Reuters Meischberger prägte desn Unspruch des Jahres 2011

Vertrauen ist gut, ein Fallschirm ist besser. "Euro-Rettungsschirm" ist laut der zuständigen österreichischen Fachjury unter Leitung von Professor Rudolf Muhr von der Fakultät für Umwelt- und Erziehungswissenschaften an der Universität Graz das Wort des Jahres 2011. Beim Un-Wort schoss sich das Gremium, welches die Wahl in Kooperation mit der APA durchführte, auf "Töchtersöhne" ein.

Den Spruch des Jahres formulierte demnach Finanzministerin Fekter typisch österreichisch: "shortly, without von delay". Und bereits zuvor bis auf Kabarett-Ebene gehievt worden ist der nunmehrige "Un-Spruch" des Jahres 2011: "Wos woa mei Leistung?" (Copyright: Walter Meischberger).

Euro-Rettungsschirm. "Die Wahl dieses Wortes ist durch seine Bedeutung und aufgrund der Häufigkeit des Auftretens in den Medien begründet. Zudem hat das Wort zwei positive Bedeutungen, indem es als 'Schirm' Schutz vor von oben kommenden negativen Auswirkungen verspricht, gleichzeitig aber auch als 'Rettungsschirm' eine weiche Landung der in die Krise geratenen Wirtschaft der Euro-Länder in Aussicht stellt", lautet die Begründung.

Platz zwei für "Arabischer Frühling"

Auf dem zweiten Platz dann: "Arabischer Frühling", der aktuelle Ereignisse "historischer Größe" bezeichne, sich an den "Prager Frühling" anlehne und die Hoffnung auf eine umfassende Demokratisierung in autoritär regierten Ländern ausdrücke. Der "Inseratenkanzler" landete schließlich auf dem dritten Rang. Hier sei allerdings der "Wahrheitsgehalt derartiger Behauptungen" erst Gegenstand des Korruptionsausschusses des Nationalrates.

Das "Erste Un-Wort des Jahres 2011": Töchtersöhne. Die "silberne Medaille" erhielt in dieser Kategorie der "Lobbyist" zugesprochen. Der neutrale Begriff sei durch "korrupte und manipulative Tätigkeit" einiger Berufsvertreter in Verruf gekommen. Das "bronzene" Un-Wort des Jahres stammt aus dem vor kurzem novellierten steirischen Naturschutzgesetz: "letal vergrämen". Ein einfallsreicher Euphemismus für das Töten von Vögeln.

UNspruch des Jahres

Nicht einzelne Wörter oder Begriffe machen Sprache aus, es sind Sätze oder Sprüche. Finanzministerin Fekter wird hier mit dem "Spruch des Jahres 2011" vor den Vorhang gebeten: "shortly, without von delay". Und dann der "Un-Spruch des Jahres 2011": Wos woa mei Leistung? "Dieser von Walter Meischberger in einem 'privaten' Gespräch gemachte Ausspruch bezog sich auf Absprachen, die in Bezug auf Rechnungen getätigt werden und vor der Staatsanwaltschaft bestimmte Provisionszahlungen im Rahmen von Immobilienverkäufen begründen sollten.

Weitere Kategorien: Das "Erste Jugendwort des Jahres 2011": liken ("Gefällt mir"), danach "planking" und auf dem dritten Platz "egosurfen" als Ausdruck für das Suchen bzw. Gieren nach möglichst vielen Eintragungen der eigenen Person im Internet.


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