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Zuletzt aktualisiert: 04.12.2011 um 20:51 UhrKommentare

Serie von Einbrüchen in Kärnten geht weiter

Dämmerungseinbrecher schlugen am Wochenende binnen weniger Stunden ein halbes Dutzend Mal zu. Die Bekämpfung der Eigentumskriminalität ist eine der "größten Baustellen" im Polizeialltag.

Oberst Christian Martinz

Foto © KLZ/Traussnig Oberst Christian Martinz

Dämmerungseinbrecher haben Hochsaison. Die Serie der vergangenen Tage ging am Samstag und in der Nacht auf Sonntag weiter. Allein in Klagenfurt verzeichnete die Polizei im Stadtteil St. Peter drei "Brüche". Bei drei Einfamilienhäusern. Die Beute: vor allem Schmuck, und Bargeld. Der Wert der Beute liegt im fünfstelligen Eurobetrag. In allen Fällen wurden Terrassentüren eingeschlagen. Auch in Griffen gelangten so Einbrecher in die Wohnung in einem Mehrparteienhaus und machten beachtliche Beute.

Die Bekämpfung der Eigentumskriminalität ist eine der "größten Baustellen" im Polizeialltag. Zugeschnitten auf die Dämmerungseinbrecher erstellt das Landeskriminalamt in einer eigenen Sachbereichsgruppe regelmäßig Analysen und Lagepläne. "Wir arbeiten nach Rastern und Parametern. Treten in bestimmten Bezirken besonders viele Einbrüche in bestimmten Zeiträumen mit bestimmten Profilen auf, können wir flexibel und rasch reagieren", sagt Oberst Christian Martinz, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes. Details kann und will der Kriminalist nicht preisgeben. Nur so viel: "So viele Streifen auf Inspektions- und Bezirksebene wie jetzt, hatten wir noch nie im Einsatz." Patrouillen, Schwerpunktkontrollen, Erkenntnisse über Bewegungsprofile bestimmter Personen in einer bestimmten Gegend. Alles wird im Landeskriminalamt zusammengeführt. Ein aktuelles Ergebnis: Derzeit schlagen Dämmerungseinbrecher vor allem mit Steinen Terrassentüren und Fenster ein. Im Vorjahr waren es reihenweise Türschlösser, die aufgebohrt wurden. "Einen dieser Serientäter konnten wir dingfest machen", so Martinz. Eines steht für ihn fest: "DEN Einbrecher, dem man seine ,Profession' ansieht, gibt es nicht."

Umso wichtiger, so Martinz, sind daher Hinweise aus der Bevölkerung an die Polizei. "Noch so unbedeutend scheinende Wahrnehmungen können uns weiterhelfen", so der Kriminalist.

PETER KIMESWENGER

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