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Zuletzt aktualisiert: 02.12.2011 um 10:50 UhrKommentare

Ameisenbär in Schönbrunn geboren

Am Sonntag erblickte das männliche Jungtier, das von seinen Pflegern den Namen "Hombrecito" bekommen hat, nach etwa 190 Tagen Tragzeit das Licht der Welt. Jetzt dürfen auch Tiergarten-Besucher den kleinen Racker bewundern.

Foto © iergarten Schönbrunn/Norbert Potensky

Lange Schnauze und verschlafener Blick: Der Ameisenbären-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn ist einfach entzückend. Am Sonntag, dem 27. November erblickte das männliche Jungtier, das von seinen Pflegern den Namen "Hombrecito" bekommen hat, nach etwa 190 Tagen Tragzeit das Licht der Welt. Um Mutter und Jungtier die nötige Ruhe zu gönnen, war das Haus seit der Geburt geschlossen. Ab dem 2. Dezember können die Besucher den kleinen Racker bewundern.

In typischer Ameisenbär-Manier ist das Neugeborene sofort nach der Geburt auf den Rücken seiner Mutter Emilia geklettert. "Das Kleine reitet die erste Zeit huckepack. Schläft die Mutter – und das tun Ameisenbären ausgiebig - schlummert das Jungtier zugedeckt von ihrem buschigen Schwanz. In dieser Position wird es auch gesäugt", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Der Vater ist übrigens Silva, der erst vor einem Jahr aus dem Colchester Zoo nach Wien übersiedelt ist.

35 cm groß

Der kleine Hombrecito wiegt rund 1,4 Kilogramm und misst von der Nasen- bis zur Schwanzspitze etwa 35 Zentimeter. "Die Mutter säugt das Jungtier etwa sechs Monate lang. Schon bald schleckt es aber mit der typisch langen Zunge wie seine Eltern den Futterbrei", erklärt Schratter. Der Nachwuchs sieht wie die Miniaturausgabe seiner Mutter aus und ist aufgrund der Fellzeichnung perfekt getarnt, wenn er auf ihrem Rücken sitzt.

Große Ameisenbären zählen zu den bedrohten Tierarten Mittel- und Südamerikas. Der Tiergarten Schönbrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). In Zoos ist Nachwuchs bei dieser Tierart aber nicht alltäglich. Das mittlerweile 16 Jahre alte Ameisenbären-Weibchen Ilse, das gemeinsam mit Emilia und Silva in Schönbrunn lebt, brachte im Jahr 2000 Zwillinge zur Welt – eine absolute Seltenheit. Weltweit erstmals wurden sie von der Mutter erfolgreich aufgezogen werden.

Der kleine Ameisenbär ist jedoch nicht der einzige Nachwuchs im Schönbrunner Südamerika-Park: Am Mittwoch, dem 30. November wurde ein Vikunja geboren. Nach der Geburt des Vikunja-Weibchens Arica im Juni ist dies bereits der zweite Nachwuchs bei dieser Kamelart im heurigen Jahr. Das jüngste Mitglied der Vikunja-Herde ist wahrscheinlich wieder ein Weibchen.


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