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Zuletzt aktualisiert: 25.11.2011 um 22:23 UhrKommentare

Angstzustände und Paranoia

Die Schauspielerin Sienna Miller fühlte sich jahrelang von der britischen Presse gehetzt. Von 2005 bis 2008 hätten Reporter der mittlerweile eingestellten Zeitung "News of the World" trotz vieler Nummernwechsel ihre Telefone abgehört, E-Mail-Passwörter geknackt und Fotografen auf sie gehetzt.

Sienna Miller war in London als Zeugin vor Gericht - sie schilderte die Praktiken von "News of the World"

Foto © ReutersSienna Miller war in London als Zeugin vor Gericht - sie schilderte die Praktiken von "News of the World"

Die Schauspielerin Sienna Miller (29) leidet bis heute unter ihren Erfahrungen mit aufdringlichen und teils illegalen Methoden der britischen Presse. "Ich war in einem wahren Netz von Überwachung gefangen", sagte die Britin jetzt vor einem Ausschuss zur Neuregelung des britischen Pressekodex.

Von 2005 bis 2008 hätten Reporter der mittlerweile eingestellten Zeitung "News of the World" trotz vieler Nummernwechsel ihre Telefone abgehört, E-Mail-Passwörter geknackt und Fotografen auf sie gehetzt. Sie habe unter Angstzuständen und Paranoia gelitten.

Oft seien sehr persönliche Geschichten über sie erschienen, von denen außer den engsten Freunden und Familienmitgliedern eigentlich niemand gewusst haben könne. "Ich habe meine Freunde und meine Familie beschuldigt, Geschichten zu verkaufen, und sie wiederum haben sich auch gegenseitig beschuldigt", sagte Miller. "Ich fühle mich schrecklich, weil ich Leute beschuldigt habe, die eher sterben würden als mich zu betrügen."

Sienna Miller wurde im Mai als Opfer des Abhörskandals 100.000 Pfund (116.198 Euro) Entschädigung zugesprochen.

Bei "News of the World" waren jahrelang Telefone von Prominenten, von Mitarbeitern des Königshauses und Mordopfern angezapft worden. Das Blatt, das zu Rupert Murdochs Imperium gehörte, wurde im Juli dieses Jahres eingestellt.

Der richterliche Ausschuss soll neue Wege für die Presseethik in Großbritannien festlegen.


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