Großrazzia im Rotlicht: 20 Illegale
Eine der größten Großrazzien im Kärntner Rotlichtmilieu brachte in der Nacht auf Donnerstag überraschende Ergebnisse. Trotz laufender Kontrollen boomt die Geheimprostitution in Wohnungen. Warnung vor neuer Zuhälter-Generation.

Foto © APA/SujetfotoGroßrazzia im Rotlichtmilieu in Klagenfurt
Eine der größten Großrazzien im Kärntner Rotlichtmilieu brachte in der Nacht auf Donnerstag überraschende Ergebnisse. Trotz laufender Kontrollen boomt die Geheimprostitution in Wohnungen. In Klagenfurt und Villach wurden insgesamt 20 Österreicherinnen ausgeforscht, die illegal und ohne der vorgeschriebenen Untersuchungen ihre Dienste anbieten. Rund 30 verdeckte Polizeifahnder rückten landesweit aus, um die Szene unter die Lupe zu nehmen.
In Klagenfurt (Sachbearbeiter Richard Pickl) und Villach (Sachbearbeiterin Renate Petz) konnten nachhaltig Strukturen der Geheimprostitution zerstört werden. Überprüft wurden auch alle 38 konzessionierten Bordellbetriebe. "Bis auf eine kleine Unregelmäßigkeit werden in allen Betrieben die gesetzlichen Auflagen erfüllt", zieht Gesamteinsatzleiter Abteilungsinspektor Wolfgang Patscheider vom Landeskriminalamt Bilanz.
In den Betrieben arbeiten, so die Ermittlungen, fast ausschließlich Ausländerinnen. In ihrem Umfeld setzt sich allerdings eine neue, bisher wenig bekannte Zuhälterszene fest. Ein Ermittler: "Es sind vor allem junge Bulgaren und Rumänen mit hoher Gewaltbereitschaft. Tätowierungen und auffällig getunte Luxuslimousinen sind ihr Markenzeichen." Das Gros der Prostituierten in den Bordellen kommt aus Bulgarien, Rumänien und neuerdings auch aus Ungarn. Die Zuhälter sickern als "Freunde" ein, die sich gegenüber den Rotlichtfahndern als "Kärnten-Urlauber" ausgeben. Viele Bordellbetreiber warnen bereits vor den "jungen Wilden".










