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Zuletzt aktualisiert: 24.11.2011 um 11:50 UhrKommentare

Zwei Euro: Der beste Sekt muss nicht teuer sein

Der Verein für Konsumenteninformation hat 27 Sektmarken der Geschmacksrichtungen trocken, extra trocken und brut getestet´. Das Ergebnis ist durchaus überraschend: Der Sieger-Sekt kostet gerade einmal zwei Euro.

Foto © kk

Erfreulich für preisbewusste Einkäufer: Der Sieger Ritter Sekt trocken ist bereits um knapp zwei Euro erhältlich. "Guter Sekt ist zwar auch eine Frage des Geschmacks, nicht aber - wie unser Test zeigt - eine Frage des Preises", resümierte VKI-Geschäftsführer Franz Floss bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien.

Für den Test wurden alle Proben nicht nur im Labor untersucht, sondern auch von Laien und den Experten des Bundesamtes für Weinbau in Eisenstadt verkostet. Dabei schnitten 23 der 27 getesteten Marken mit einer "guten" Bewertung ab. Lediglich der Rittsteuer Primus brut erhielt das Testurteil "nicht zufriedenstellend". Dieses Bioprodukt aus Österreich enthielt weniger Alkohol als auf dem Etikett angegeben und wies zu wenig Kohlensäure auf, um als Sekt gelten zu können.

Eine Frage des Geschmacks

Dass guter Sekt eine Frage des Geschmacks ist, zeigen die teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnisse der Laien- und Expertenverkostung. Der Testverlierer Rittsteuer Primus brut erhielt bei den Laien beinahe die meisten Punkte, während die Experten diesen unter die schlechtesten Produkte einreihten. Die Marken Monte Christo und Römer überzeugten hingegen sowohl Laien als auch Fachleute.

Trotz des generell guten Ergebnisses kritisiert der VKI die Herkunftskennzeichnung der Produkte. Bei dem Testsieger Ritter stammt trotz der Aufschrift am Flaschenetikett "Österreichische Traditionsmarke" lediglich ein Drittel der Trauben aus Österreich, der Rest aus Deutschland und Italien. "Eine Herkunftskennzeichnung ist zwar nicht verpflichtend, sie sollte dem Konsumenten aber als Orientierungshilfe mitgegeben werden", sagte Floss.


Kritik

Ein weiterer Kritikpunkt des VKI ist die fehlende Angabe des Herstellungsdatums. Da Sekt ein Frischeprodukt ist, hält er nur ungefähr ein Jahr und sollte möglichst schnell getrunken werden.

Als Konsument ist es jedoch nicht möglich nachzuverfolgen, wie lange ein Produkt bereits in den Supermarktregalen steht. Die Experten raten daher, Sekt nicht auf Vorrat zu kaufen und ihn möglichst kühl und vor allem dunkel zu lagern.

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