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Zuletzt aktualisiert: 17.11.2011 um 13:11 UhrKommentare

Frankreich muss alle Atomkraftwerke nachrüsten

Als Ergebnis der Stresstests muss Frankreich alle seine 58 Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen nachrüsten. Der Schutz müsse erhöht werden, um im Fall von Naturkatastrophen ein Unglück zu verhindern.

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Foto © APSujetbild

Die Behörde übergab am Donnerstag ihren 500-seitigen Bericht über die Belastungstests der Atomaufsicht ASN. Diese soll bis Ende des Jahres auf dieser Basis Empfehlungen für die Regierung ausarbeiten.

"Es besteht die Notwendigkeit, eine Schicht einzuziehen, um die Sicherheitsmechanismen in den Reaktoren zu gewährleisten, die notwendig sind für den Schutz des Meilers, etwa bei den Kühlfunktionen und der Stromzufuhr", sagte der Chef des französischen Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN), Jacques Repussard, der Nachrichtenagentur Reuters. So sollte beispielsweise jeder Reaktor über einen unabhängigen Diesel-Generator verfügen, der bei einer Naturkatastrophe nicht ausfalle. Alle Reaktoren müssten deutlich mehr aushalten können als damals bei ihrem Bau angenommen.

Die ältesten Atomkraftwerke Frankreichs wurden zweigeteilt gebaut, so dass beim Ausfall eines Reaktors die Infrastruktur des zweiten genutzt werden könnte. "Es wurde aber nie angenommen, dass es in beiden Reaktoren gleichzeitig Probleme geben könnte", sagte der Experte.

Kein Reaktor muss geschlossen werden

Wie viel die nötigen Aufrüstungen den Betreiber aller französischen Atomkraftwerke, EDF, kosten und wie lange sie dauern werden, sagte Repussard nicht. Er hoffe, dass die Arbeiten "nicht länger als einige Jahre dauern" werden. Geschlossen werden müsse aber auf Basis der Stresstests kein Reaktor. Die EDF-Aktien büßten mehr als drei Prozent ein.

Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im Frühjahr hat Frankreich zu den Stresstests veranlasst. Wie kaum ein anderes Land in Europa setzt der deutsche Nachbar auf Atomkraft. Deutschland dagegen hat als Reaktion auf Fukushima den Atomausstieg beschlossen.


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