Vulkan speit giftige Schwefeldämpfe
Auf El Hierro wurden vom spanischen Zivilschutz Strände geschlossen, da ein Unterwasservulkan giftige Gase an die Küsten der Kanaren-Insel treibt.

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Die Bewohner der Kanaren-Insel El Hierro wurden äußerst unsanft geweckt: Kurz nach Mitternacht bebte am Freitagmorgen auf der Insel im Atlantik die Erde so heftig wie noch nie und sorgte für Angst unter der Bevölkerung. Wände und Schränke wackelten, Fensterscheiben und Geschirr klirrten. Ein heftiges Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala hatte die zu Spanien gehörende Urlaubsinsel aus dem Schlaf gerissen. Der Erdstoß, der durch den erwachenden Vulkan auf El Hierro verursacht wurde, war sogar noch auf den Nachbarinseln Teneriffa, La Palma und Gomera spürbar.
Bisher niemand verletzt
Nach Angaben der spanischen Sicherheitsbehörden wurde auf El Hierro niemand verletzt. Auch an Gebäuden wurden keine Schäden festgestellt. Allerdings kam es zu mehreren Erdrutschen auf der gebirgigen Vulkaninsel El Hierro, deren höchste Erhebungen 1500 Meter hoch sind. Bergstraßen mussten gesperrt werden.
Seit Mitte Juli wurde El Hierro durch mehr als 11.000 kleinere Erdbeben erschüttert. In den letzten Tagen nahm die Stärke der Beben immer weiter zu, was die Wissenschaftler als Warnsignal für einen neuen Vulkanausbruch interpretieren. Ein erster Krater war bereits vor einem Monat, am 10. Oktober, im Meer etwa 1,5 Kilometer südlich von El Hierro aufgebrochen. Ein zweiter Vulkanausbruch könnte nach Einschätzung der Forscher nördlich der Insel, ebenfalls in größerer Wassertiefe, im Gange sein.










