Erhöhte Radioaktivität in Österreich gemessen
Seit Donnerstag werden geringe Mengen an radioaktivem Jod-131 in Teilen Österreichs gemessen. Laut Behördern besteht dennoch kein Grund zur Sorge. Die Radioaktivität steht angeblich nicht in Verbindung mit der Atomkatastrophe in Fukushima.

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In Österreich, Tschechien und anderen europäischen Ländern sind Werte der radioaktiven Substanz Jod-131 in der Atmosphäre festgestellt worden. Die Werte seien "sehr niedrig" und stellten keine Gefahr für die Gesundheit dar, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am Freitag mit. Es sei davon auszugehen, dass die Radioaktivität nicht in Verbindung mit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im März stehe.
Auch das Umweltministerium gab am Freitag weiterhin Entwarnung, was das Jod-131 in der Luft angeht. Die festgestellte Menge sei derart gering, dass man sie nur mit hochempfindlichen Instrumenten und einer "Besaugungszeit" von mehreren Tagen nachweisen habe können, sagte eine Sprecherin von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V).
Das Frühwarnsystem habe dementsprechend nicht angeschlagen, wurde betont. Auch ein Zwischenfall in einem grenznahen AKW sei aus Expertensicht auszuschließen, weil dabei die Warnsysteme in den betroffenen Ländern ausgeschlagen hätten. Im Umweltministerium geht man weiterhin davon aus, dass das Isotop aus einem medizinischen Labor entwichen ist, wo es beispielsweise zur Strahlentherapie verwendet werde.
Der Verein "Antiatom Szene" zog die offizielle Darstellung in einer Aussendung in Zweifel. Das Umweltministerium wisse bereits seit zwei bis drei Wochen von der radioaktivem Belastung. "Die Bevölkerung wurde allerdings erst gestern informiert, was den Verdacht einer möglichen Vertuschung und Beschwichtigungstaktik erhärtet", so der Verein.
Da keine anderen Radioaktivitätswerte neben Jod-131 gemessen worden seien, könne ein Unfall in einem Atomkraftwerk ausgeschlossen werden, teilte unterdessen die tschechische Atomaufsichtsbehörde SUJB mit. Die Ursache für die erhöhten Werte sei noch unklar und werde untersucht. Die Quelle für die Verunreinigung der Luft liege "höchstwahrscheinlich" außerhalb Tschechiens. Jod-131 hat eine kurze Halbwertszeit von lediglich etwa acht Tagen. Der Behörde zufolge wurden die Radioaktivitätswerte innerhalb der vergangenen zwei Wochen gemessen.
In Luftsammelstationen im Osten und Norden Österreichs sind geringste Mengen an radioaktivem Jod-131 festgestellt worden. Das gab das Umweltministerium am Donnerstag bekannt. Eine Gesundheitsgefährdung könne mit Sicherheit ausgeschlossen werden, hieß es in einer Aussendung. Dass die Strahlungsquelle in Österreich liegt, wird ausgeschlossen. Der Emittent wird in östlicher bis südöstlicher Richtung vermutet - wo genau, war zunächst noch nicht bekannt.
Einer rechnerischen Abschätzung zufolge würde die Dosis aus den jetzt festgestellten Jod-131-Werten maximal ein Nanosievert betragen, erläuterte das für Strahlenschutz zuständige Ministerium. Dies entspreche einem 40.000stel der Dosis, die ein Mensch bei einem Transatlantikflug aufgrund der kosmischen Strahlung abbekommt. Die natürliche Hintergrundstrahlung, der ein Mensch in einer Stunde ausgesetzt ist, entspreche etwa dem Hundertfachen der nun gemessenen Dosis.
Auch am Freitag Entwarnung
Das Umweltministerium hat auch am Freitag weiterhin Entwarnung gegeben, was das radioaktive Isotop Jod-131 in der Luft angeht. Die festgestellte Menge sei derart gering, dass man sie nur mit hochempfindlichen Instrumenten und einer "Besaugungszeit" von mehreren Tagen nachweisen habe können, sagte eine Sprecherin von Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V).
Das Frühwarnsystem habe dementsprechend nicht angeschlagen wurde betont. Auch ein Zwischenfall in einem grenznahen AKW sei aus Expertensicht auszuschließen, weil dabei die Warnsysteme in den betroffenen Ländern ausgeschlagen hätten. Im Umweltministerium geht man weiterhin davon aus, dass das Isotop aus einem medizinischen Labor entwichen ist, wo es beispielsweise zur Strahlentherapie verwendet werde.
Der Verein "Antiatom Szene" zog die offizielle Darstellung in einer Aussendung dennoch in Zweifel. Laut Informationen der tschechischen Nuklearaufsichtsbehörde werde das gleiche radioaktive Element in dem Nachbarland bereits seit zwei Wochen gemessen, so die Initiative. Der Verein hält einen Störfall in einem der grenznahen AKW für wahrscheinlich.











