Unwetter ziehen nach Süditalien

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Die schweren Unwetter, die seit Freitag Norditalien heimgesucht haben, ziehen jetzt nach Süden. Heftige Überschwemmungen wurden in der süditalienischen Region Kampanien gemeldet. Wegen der heftigen Winde fiel in Pozzuoli bei Neapel ein Baum auf ein Auto und tötete den Fahrer. Wegen der heftigen Niederschläge kam es zu erheblichen Problemen mit dem Bahn- und Flugverkehr.
Die Straßen der Vesuvstadt waren überschwemmt. Die Feuerwehrmannschaften mussten wiederholt ausrücken, um Personen Hilfe zu leisten, die in Schwierigkeiten geraten waren. In Neapel wurden die Bürger aufgerufen, nicht auf die Straße zu gehen.
Ligurien und Piemont sind weiterhin von den heftigen Niederschlägen betroffen, die seit Tagen die Gegend heimsuchen. Der Zivilschutz befürchtet, dass aufgrund des Regens der längste Fluss Italiens, der Po, über die Ufer treten könnte. Der Wasserpegel ist in den vergangenen Stunden beträchtlich gewachsen. Vor allem unweit der Stadt Piacenza wächst die Sorge vor Überschwemmungen. Auch in der piemontesischen Stadt Alessandria wurde ein Stadtviertel überschwemmt. Die Bahnlinie zwischen Turin und Savona wurde wegen Erdrutschen unterbrochen.
Nach den sintflutartigen Überschwemmungen, die in Genua am Freitag sechs Menschenleben gefordert haben, steht Norditalien weiterhin im Bann der Unwetter. Heftige Gewitter mit Starkregen entluden sich auch in der Nacht auf Sonntag in Ligurien und im Piemont. In Ligurien mussten aus Sicherheitsgründen 1.500 Personen ihre Wohnungen verlassen.
Inzwischen sind Hunderte Feuerwehrmannschaften und Freiwillige im Einsatz, um die Straßen Genuas von Schlamm und Geröll zu befreien. Nach tagelangen Regenfällen haben sich die Straßen und Gassen der Lagunenstadt in reißende Bäche verwandelt.
Erst vor zehn Tagen hatten verheerende Unwetter die Regionen Ligurien und Toskana heimgesucht, bei denen zehn Menschen ums Leben gekommen waren. Laut Wetterexperten wird das schlechte Wetter im Norden zumindest noch über das Wochenende anhalten.











