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Zuletzt aktualisiert: 02.11.2011 um 07:28 UhrKommentare

Vermisster Villacher tourte allein durch Urwald

Der 30-jähriger Informatiker aus Villach, Elmar Stellnberger, kehrte aus Südamerika nach Hause zurück, nachdem wochenlang jedes Lebenszeichen von ihm gefehlt hatte. Der Mann ist jedoch krank.

Elmar Stellnberger soll bereits wieder in Villach sein

Foto © KKElmar Stellnberger soll bereits wieder in Villach sein

Unbeschreibliche Freude und Erleichterung herrschen bei Familie und Freunden von Elmar Stellnberger. Dienstagfrüh meldete sich der 30-jährige Informatiker aus Villach telefonisch bei einer Tante, die ebenfalls in der Draustadt lebt, und erklärte, von seiner Reise nach Südamerika wieder zurück zu sein.

Stellnberger war wenige Stunden zuvor von Brasilien nach Europa zurückgeflogen, nicht ahnend, dass er eine internationale Suchaktion ausgelöst hatte. Denn ursprünglich sollte der junge Mann bereits Ende September die Heimreise antreten. Am 20. September meldete er sich zuletzt bei seinen Eltern in Villach, danach verlor sich jede Spur. Mehr als einen Monat lang galt der Informatiker als vermisst. Inzwischen waren sogar seine Eltern nach Bolivien geflogen, da der letzte Kontakt mit ihrem Sohn erfolgt war, als dieser sich in La Paz aufhielt.

Rasche Heimreise

"Die Eltern sind überglücklich. Sie glaubten schließlich nicht daran, ihren Sohn lebend wiederzusehen", sagte Dienstag Cornelia Bejach-Zucha, eine enge Freundin der Familie, die bei der Koordination der Suche erheblich geholfen hat. Noch sind Stellnbergers Eltern, ein Ärzteehepaar, in La Paz, doch sie wollen so rasch wie möglich nach Hause. "Da mehrere Institutionen in die Causa verwickelt waren, gibt es noch einiges zu erledigen", so Bejach-Zucha. Ursprünglich wollten die Eltern sogar nach Brasilien weiterreisen, da sich der Direktor eines Hotels in der brasilianischen Stadt Rio Branco gemeldet und angegeben hatte, der Vermisste habe dort als Gast gewohnt.

Der Grund, warum sich der 30-Jährige in den vergangenen Wochen nicht daheim gemeldet hat, dürfte darin liegen, dass er keine Möglichkeit hatte, via Internet oder Handy zu kommunizieren. "Er nahm eine andere Route als vermutet und war durch den brasilianischen Urwald in Richtung Amazonasgebiet unterwegs, eine Region, die völlig abgeschieden ist", erklärte Bejach-Zucha.

Stellnberger ist von seinem Aufenthalt in Südamerika, zu dem er Anfang September aufgebrochen war, geschwächt zurückgekehrt. "Es ist gesundheitlich in einem schlechten Zustand und muss medizinisch betreut werden", sagte Bejach-Zucha. Verwandte werden sich jetzt des Kranken annehmen. Bei seiner Tante aß er Dienstag zu Mittag.


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