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    Zuletzt aktualisiert: 26.10.2011 um 18:14 Uhr

    Mindestens fünf Tote: Dramatische Unwetter in Norditalien

    Heftige Niederschläge verwüsteten vor allem die Regionen Ligurien und Toskana. Hunderte Personen mussten wegen der Überschwemmungen ihre Wohnungen verlassen, berichteten italienische Medien - fünf starben bislang.

    Dramatische Bilder aus Norditalien

    Foto © APADramatische Bilder aus Norditalien

    Bei schweren Unwettern in Ligurien und in der Toskana wurden bisher fünf Tote gemeldet. Das berichtete der Zivilschutz. In einer zuvor veröffentlichten Bilanz war noch von neun Todesopfern die Rede gewesen. Drei Tote wurden in der ligurischen Ortschaft Borghetto nahe der Hafenstadt La Spezia geborgen. Dabei handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann. In Borghetto wird unter den Trümmern eines vom Schlamm weggerissenen Hauses nach zwei weiteren Vermissten gesucht. Zwei weitere Todesopfer wurde in der toskanischen Ortschaft Aulla gemeldet.

    "Monterosso gibt es nicht mehr"

    Gesucht wird auch die Leiche eines Helfers, der vom Schlamm weggerissen wurde, während er an der Kanalisation seiner ligurischen Gemeinde Monterosso arbeitete. Monterossos Bürgermeister Angelo Betta klagte, in seiner Gemeinde stehe alles unter Wasser. "Monterosso gibt es nicht mehr." Rettungsmannschaften hatten Probleme, zu den Menschen in den Überschwemmungsgebieten vorzudringen. Zum Teil wurden Bewohner von See aus in Sicherheit gebracht.

    In Ligurien hatte es stundenlang sintflutartige Niederschläge gegeben. Häuser stürzten ein, Straßenverbindungen waren unterbrochen, mehrere Brücken brachen ein. Der Zivilschutz rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Die Bahnlinie zwischen Genua und der Hafenstadt La Spezia wurde gesperrt, auch die Verbindung zwischen La Spezia und Parma geschlossen. Gesperrt wurde wegen eines einsturzgefährdeten Viadukts auch die Autobahnstrecke zwischen La Spezia und Parma, was erhebliche Verkehrsprobleme verursachte. Eine 20 Kilometer lange Kolonne staute sich auf der Apenninstrecke zwischen Bologna und Florenz.

    Massive Erdrutschgefahr

    Italienische Geologen warnten vor Erdrutschgefahr in 70 Prozent der italienischen Gemeinden. Mehr als sechs Millionen Menschen würden in gefährdeten Gebieten leben. Die Zahlen sind erschreckend: Zwischen 1960 und 2010 seien bereits 3.407 Tote wegen Erdrutschen und Überschwemmungen gemeldet worden. 5.581 italienische Gemeinden seien gefährdet, 100 Prozent des Gebiets in den Regionen Aostatal, Umbrien und Kalabrien ernsthaft bedroht.

    Italien bleibe leider ein Land, in dem man sich nur unter dem Druck von Notstandssituationen effizient in Bewegung setze, klagten die Umweltaktivisten. Der Staat müsste sich jedoch mit ganzer Kraft dafür einsetzen, weitere Desaster durch eine gezielte Umweltpolitik zu verhindern. Nicht nur auf nationaler, sondern auch auf lokaler Ebene müsse Umweltschutz zur Priorität werden, lautete die Forderung.


    Fakten

    Italien war in den vergangenen Jahren von schweren Erdrutschen betroffen. Das schlimmste Unglück ereignete sich im Mai 1998. Damals kamen 137 Personen in der süditalienischen Ortschaft Sarno südlich von Neapel ums Leben, als nach sintflutartigen Regenfällen eine Schlammlawine Dutzende Gebäude unter sich begrub.

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