Ausweitung der Hungersnot in Somalia steht bevor

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Angesichts der heftigen Kämpfe in Somalia unter Beteiligung der kenianischen Streitkräfte haben Hilfsorganisationen am Mittwoch vor einer Ausweitung der Hungersnot in dem Land gewarnt. Die Situation sei "zunehmend besorgniserregend", erklärte die Organisation Oxfam.
Die von der Hungersnot betroffenen Gebiete drohten sich weiter auszudehnen und könnten dann auch Regionen umfassen, in denen es nun zusätzlich Konflikte gebe. Zwar habe Kenia "legitime Sicherheitsinteressen" und habe bereits eine große Zahl an Flüchtlingen aus dem Nachbarland aufgenommen, dies müsse aber auch weiterhin gewährleistet werden.
Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten warnte, dass die Zivilsten in Somalia, die bereits wegen der extremen Dürre vertrieben wurden, nun aufgrund der Kämpfe erneut von Vertreibung bedroht seien. Die militärische Aufrüstung sorge für Angst unter der Zivilbevölkerung. Zudem sei wahrscheinlich, dass es Schwierigkeiten für Entwicklungshelfer an Ort und Stelle geben werde, weshalb die Bedürftigen nicht rechtzeitig versorgt werden könnten.
Die UNO geht davon aus, dass mit etwa 3,7 Millionen Somaliern ein Drittel der Bevölkerung akut vom Hungertod bedroht sind. Zehntausende kamen in dem Land bereits ums Leben, wo es seit zwei Jahrzehnten keine funktionierende Regierung gibt. Nach Angriffen auf kenianisches Gebiet und der Entführung von Ausländern war die Armee Kenias vor elf Tagen nach Somalia einmarschiert. Durch die Kämpfe wurde die Versorgung der Hungerleidenden mit Hilfsgütern beeinträchtigt und die Betroffenen an der Flucht über die Grenze gehindert. Angesichts heftiger Regenfälle drohen für die geschwächte Bevölkerung zusätzliche Krankheiten durch verseuchtes Trinkwasser.










