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    Zuletzt aktualisiert: 25.10.2011 um 21:48 UhrKommentare

    Gibt es ein Bermuda-Dreieck im Attersee?

    Viele Taucher zieht es in die Tiefen des Attersees. In 13 Jahren kamen mehr als 20 von ihnen ums Leben. Woran liegt es? Die Kleine Zeitung im Gespräch mit Tauchlehrer Helmut Resch.

    Foto © APA

    Die Sicht im Attersee ist immer gut, im Herbst und Winter sogar besonders. Das und die steil abfallende Tiefe in 120 Meter lockt die Taucher in dieses Wasser im Bezirk Vöcklabruck (OÖ). Die schwarze Wand oder schwarze Brücke ist Tauchbegeisterten über Österreichs Grenzen hinweg ein Begriff, sorgt sie doch seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen.

    Der schwierige, aber beliebte Tauchplatz fordert seinen Tribut. In 13 Jahren starben hier mehr als 20 Menschen im See. Am Sonntag kehrten zwei Tschechen, 22 und 34 Jahre alt, nicht mehr lebend zurück (wir berichteten).

    Woran liegt es? Gilt die schwarze Wand im Attersee zu Recht als das Bermuda-Dreieck für Taucher in Österreich? "Die Ursache für die meisten Unfälle ist Selbstüberschätzung", erklärt Helmut Resch, Tauchlehrer aus dem obersteirischen Rottenmann. Er kennt die Örtlichkeit: "Das Wasser ist klar und tief. Zuerst geht es steil auf rund 50 Meter hinunter, dann kommt ein Plateau von sieben, acht Metern, ehe es weiter auf 120 Meter hinabgeht." So tief sind andere Seen in Österreich zwar auch, aber die Sicht ist im Attersee besser. "Daher wird er sehr gern zum Tieftauchen benützt. Dazu kommt, dass man vom Parkplatz nur wenige Meter zum Ufer gehen muss", sagt Resch.

    Die Frage ist dann, ob jemand, der sich an der schwarzen Wand über die 30, 40 oder 50 Meter Tiefe hinauswagt, die technischen und körperlichen Voraussetzungen mitbringt. "Ein Problem jenseits der 40 Meter ist dann wirklich ein Problem. Kälte und Finsternis kommen dazu."

    Das echte Tieftauchen beginnt bei 60 Metern, erklärt Resch. Es handelt sich um sogenannte technische Taucher, die anders ausgerüstet sind - sie führen ein Mischgas zum Atmen mit und haben Ausrüstungsgegenstände doppelt - und ihre Tauchgänge minutiös planen und durchführen. Doch die beste Gerätschaft wiegt mangelnde Routine nicht auf und Fehler wirken sich fatal aus. "Der See selbst ist aber nicht gefährlich", betont Resch. Viele Tauchgänge enden unfallfrei.

    Die zwei Tschechen waren am Sonntag die Todesopfer zwei und drei in diesem Jahr. Seit Jahren werden Diskussionen geführt über Einschränkungen oder Kontrollen für Taucher. Bis jetzt scheiterte es an der Umsetzung. Stattdessen wird auf Aufklärung und Information der Sportler gesetzt. An der Einstiegsstelle warnen eine Tafel und ein Mahnmal vor der Gefahr.

    HANNES GAISCH

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