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Zuletzt aktualisiert: 25.10.2011 um 16:36 UhrKommentare

Wundersam geretteter Bub starb doch

Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in der Türkei ist die Zahl der Toten am Dienstag auf über 430 gestiegen - und auch der kleine Yunus, dessen Rettung als Wunder vermeldet worden war, überlebte die Katastrophe nicht.

Foto © Reuters

Die Zahl der Opfer des schweren Erdbebens im Osten der Türkei ist weiter gestiegen. Nach Angaben des türkischen Krisenstabs vom Dienstagnachmittag kamen bei dem Erdbeben mindestens 432 Menschen ums Leben, weitere 1.352 wurden verletzt. Bei dem Beben der Stärke 7,2 in der überwiegend von Kurden bewohnten Provinz Van wurden am Sonntag den neuen Angaben zufolge 2.250 Gebäude zerstört.

Yunus verstarb

Einer, dessen Rettung zunächst als Wunder vermeldet worden war, überlebte das Erdbeben doch nicht: Der kleine Yunus Geray (13) war stundenlang zwischen Trümmern eines Internetcafés in Ercis eingeklemmt, während ein Toter auf ihm lag. Er hatte das Beben unter Tonnen von Stahl und Beton überlebt - am Weg in ein Krankenhaus starb der Viertklässler, der für die Türken in Tagen wie diesen ein Überlebens-Symbol gewesen war.

Es passieren aber auch noch kleine Wunder: Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei haben Rettungskräfte ein rund zwei Wochen altes Baby, seine Mutter und seine Großmutter lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in der Stadt Ercis geborgen. Sie waren am Sonntag von dem Beben der Stärke 7,2 in ihrer Wohnung überrascht worden.

Baby gerettet

Stundenlang versuchten Bergungsmannschaften, an die Familie heranzukommen. Dann meldeten sie einen ersten Erfolg: Unter dem Beifall der wartenden Menschen zogen sie zunächst die kleine Azra Karaduman aus den Trümmern und brachten sie in ein Krankenhaus. Wenige Stunden später folgten Mutter Seniha und Großmutter Gulzade.

Die wundersame Rettung gab den Rettungskräften neuen Elan, weiterzusuchen, und den Menschen der zerstörten Stadt neue Hoffnung, dass ihre vermissten Angehörigen doch noch gerettet werden können. Doch tatsächlich schwindet die Aussicht auf weitere Wunder: Wegen der zunehmenden Kälte sinken die Überlebenschancen für Verschüttete - im Verlauf der Woche soll es in der Gegend schneien.


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