Häupl tun Missbrauchsvorwürfe "persönlich leid"

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Nach Bekanntwerden der jüngsten Missbrauchsvorwürfe gegen das ehemalige Kinderheim im Wiener Schloss Wilhelminenberg hat sich nun auch Bürgermeister Häupl zu Wort gemeldet. Er betonte, dass es ihm, "wiewohl mit Sicherheit kein persönliches Verschulden hier vorliegt", unendlich leidtue. Die entscheidende Frage für ihn: "Stimmt's oder stimmt's nicht?"
Positive Worte gab es von Häupl auch für die neue Untersuchungskommission, die sich mit den Vorwürfen gegen die Einrichtung im Schloss Wilhelminenberg befassen soll. Häupl findet es gut, dass Jugendstadtrat Oxonitsch die derzeitige Präsidentin der Österreichischen Liga für Menschenrechte, Barbara Helige, dazu hatte gewinnen können, sich dieser Untersuchung anzunehmen.
Das Stadtoberhaupt hoffte in diesem Zusammenhang, dass auch alle strafrechtlichen Aspekte geprüft werden. Ein "bisschen" frage er sich angesichts der strafrechtlichen Relevanz der Vorwürfe schon, "wieso nicht schon längst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde von jenen, die wussten."
Er betonte, dass die Stadt Wien jedenfalls in den 1970er-Jahren nach der Veröffentlichung der Studie "Verwaltete Kinder" der früheren SP-Nationalratsabgeordneten Irmtraut Karlsson ihre Konsequenzen gezogen habe. Zwei Jahre später sei die letzte "derartige große Einrichtung geschlossen" worden, unterstrich er.
"Dass uns die Geschichte auf diese Art und Weise einholt, ist etwas, wo ich sagen muss: Ist halt so", erklärte Häupl. Er unterstrich aber auch: "Es ist heute unsere Aufgabe, das wirklich restlos, schonungslos, mit allen Konsequenzen auch aufzuklären."










