Suche nach Überlebenden nach Beben in der Türkei

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Die Zahl der Opfer bei dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei steigt stetig an. Durch den Erdstoß der Stärke 7,2 in der Provinz Van an der Grenze zum Iran wurden mindestens 264 Menschen getötet und mehr als 1.300 Menschen verletzt, zitierten türkische Fernsehsender am Montag Innenminister Naim Sahin. Experten schätzten, dass die Opferzahl auf bis zu 1.000 Tote steigen könnte.
Am stärksten betroffen war der Distrikt Ercis. Dort und in Van stürzten Dutzende Hochhäuser ein. Die Stromversorgung brach zusammen. Aus Angst vor Nachbeben verbrachten viele Bewohner die Nacht bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt im Freien. Aus der gesamten Türkei wurden Hunderte Such- und Rettungstrupps in die Katastrophenregion entsandt.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan hatte in der Nacht auf Montag gemeinsam mit sechs Kabinettsmitgliedern die Katastrophenregion besucht. Er versprach, die Rettungs- und Sucharbeiten würden ununterbrochen fortgesetzt. Hubschrauber und Flugzeuge brachten Zelte, Lebensmittel und Medikamente in die Unglücksregion. Insgesamt mobilisierte die Türkei 2.400 Retter aus 45 Städten.
Auch der Iran entsandte am Montag einen ersten Rettungstrupp von 20 Mann in die Region Van. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den iranischen Roten Halbmond meldete, wurden auch Krankenwagen, ein Feldlazarett, 50 Zelte und Lebensmittel geschickt. Auch aus Aserbaidschan waren Helfer vor Ort. Die EU bot der Türkei Hilfe an. "Ich weiß nicht, ob eine Anforderung kommt. Grundsätzlich sind wir immer bereit, Know-how zur Verfügung zu stellen", sagte auch Österreichs Verteidigungsminister Darabos.
Nach Angaben der türkischen Regierung stürzten 970 Gebäude ein. Die meisten der betroffenen Häuser waren mehrstöckig. Ein Experte machte dafür im Fernsehsender NTV mangelhaftes Material und eine schlechte Bauweise verantwortlich. Einstöckige Gebäude hielten dem Erdbeben zumeist stand.










