Festnahmen bei Demo gegen Schnellzug bei Turin
Bei einer Demonstration im norditalienischen Susa-Tal gegen den geplanten Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse für die Bahn zwischen Turin und Lyon sind am Sonntag 16 Personen festgenommen worden. Bei ihnen wurden Gegenstände beschlagnahmt, die für Angriffe gegen die Sicherheitskräfte hätte dienen sollen. Mehr als 4.000 Polizisten waren im Einsatz.
Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden ergriffen, da es Ende Juni bei einer ähnlichen Protestkundgebung zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten mit dutzenden Verletzten gekommen war. Die Demonstranten drangen trotz der Polizei in das abgezäunte Gelände um die Baustelle der Bahntrasse. Dabei kam es zu Spannungen mit den Sicherheitskräften. Die Demonstration selbst, an der sich ca. 20.000 Personen beteiligten verlief jedoch gewaltlos. An der Kundgebung beteiligten sich mehrere Franzosen, berichteten die Organisatoren
Die Demonstranten - darunter laut italienischen Medienberichten viele Familien mit Kindern - zogen bis zur Baustelle in Chiomonte im Val di Susa. Die Demonstranten befürchten Eingriffe zulasten der Natur des Val di Susa bei dem Bahnprojekt. In Chiomonte geht es um einen 7,5 Kilometer langen Tunnel für die Trasse für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Arbeiten waren dort Ende Juni begonnen worden - als Startschuss für den gesamten Bauabschnitt.











