NGOs kritisierten staatliche humanitäre Hilfe

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Heftige Kritik an der staatlichen humanitären Hilfe Österreichs haben mehrere Hilfsorganisationen im Vorfeld des "1. Humanitären Kongresses" am Donnerstag in Wien geäußert. Zwar habe Österreich seinen Beitrag für die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika zwar aufgestockt, dennoch rangiert es nach wie vor unter "ferner liefen", so Petra Navara-Unterluggauer von der AG Globale Verantwortung.
Eine internationalen Evaluierung der unabhängigen Organisation DARA hat Navara-Unterluggauer zufolge gezeigt, dass Österreich nicht nur bei der Quantität, sondern auch bei der Qualität der Hilfsmaßnahmen in den untersten Rängen zu finden ist. Die Leistungen würden sich zudem auf medienwirksame Gebiete beschränken, "vergessene Krisen" würden unberücksichtigt bleiben.
Gerade am Horn von Afrika sind die Hilfsorganisationen allerdings weiter extrem auf Spenden angewiesen. Inzwischen sind 13 Millionen Menschen von der Hungerkatastrophe betroffen, berichtete Lutz Hahn von World Vision. Die Situation habe sich weiter verschärft.
Für Andreas Papp von "Ärzte ohne Grenzen" ist das Bereitstellen von schneller humanitärer Hilfe kein Almosen, sondern ein Menschenrecht. Die hohe Spendenbereitschaft der Österreicher zeige auch, dass den Menschen das Schicksal von Betroffenen einer Krisenregion nicht egal ist. Mit dem "1. Österreichischen Humanitären Kongress" am 21. Oktober an der Wiener Uni wollen die Hilfsorganisationen Bewusstsein für die Krisenregionen schaffen. Auf dem Programm stehen Vorträge und Diskussionen mit Vertretern von nationalen und internationalen Hilfsorganisationen, Experten, staatlichen Beauftragten und Journalisten.










