Razzia nach schweren Ausschreitungen in Rom

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Nach den schweren Ausschreitungen bei den Anti-Banken-Protesten in Rom hat die italienische Polizei am Montag eine Großrazzia in Anarchistenkreisen durchgeführt. Polizisten durchsuchten Wohnungen in mehreren italienischen Regionen, darunter in der Lombardei, im Trentino, in Rom und auf Sizilien, berichteten italienische Medien am Montag. Hunderte Sicherheitskräfte waren in ganz Italien im Einsatz.
Italiens Vize-Innenminister Mantovano kündigte weitere Aktionen gegen Anarchisten an. "Diese Kriminellen haben mit weiteren Gewaltaktionen gedroht, wir werden das verhindern", betonte Mantovano.
Am Samstag war es am Rande einer Großdemonstration gegen die Macht der Finanz in Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen. 135 Personen wurden laut der definitiven Bilanz verletzt, zwölf Personen wurden festgenommen. Bürgermeister Alemanno bezifferte die Schäden allein für die öffentliche Hand auf eine Million Euro. Darüber hinaus müssten die Schäden an privatem Vermögen berücksichtigt werden, sagte Alemanno. Seit Jahren gab es in Rom keine vergleichbaren gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Oppositionsparteien verurteilten die Auseinandersetzungen und riefen die Regierung auf, im Parlament über die Vorfälle am Samstag zu berichten. "Rom hat einen Kriegstag erlebt. Wir wollen wissen, warum das zugelassen wurde", betonten Sprecher von Oppositionsparteien.










